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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-42776
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2009/4277/


Systematische Aufarbeitung der Evidenz und Patienteninformation zur Diagnostik der Multiplen Sklerose (MS)

Systematic Review and Patient Information on Diagnostic of Multiple Sclerosis (MS)

Schäffler, Nina

pdf-Format:
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SWD-Schlagwörter: Multiple Sklerose , Patienteninformation , Diagnose , Diagnostik
Freie Schlagwörter (Deutsch): Evidenzbasierte Patienteninformation
Freie Schlagwörter (Englisch): Shared Decision Making
Basisklassifikation: 44.90
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Heesen, Christoph (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 19.06.2009
Erstellungsjahr: 2008
Publikationsdatum: 24.08.2009
Kurzfassung auf Deutsch: Besonders in der Phase der Diagnostik der Multiplen Sklerose (MS) bestehen viele Ungewissheiten für Patienten und Ärzte. Trotz der Unsicherheiten in Diagnostik, Prognose und Therapie der MS werden Patienten immer noch wenig in Entscheidungsfragen einbezogen. Seit 2005 kann mit Hilfe des MRT ohne das Auftreten eines zweiten Schubes bereits nach einem Monat eine MS-Diagnose gestellt werden. Eine frühzeitige Immuntherapie wird trotz des fraglichen Nutzens bezüglich der positiven Beeinflussung des Langzeitverlaufs empfohlen. Eine MS-Diagnose sollte mit möglichst hoher Sensitivität und Spezifität gestellt werden, um falsch-positive Diagnosen und unnötige Behandlung zu vermeiden.
Diese Arbeit beschäftigt sich mit einer systematischen Literaturrecherche zu Untersuchungsmethoden und deren Aussagekraft in der Phase des MS-Verdachtes. Es wurden in der Pubmed-Datenbank 27 Studien zur diagnostischen Wertigkeit von MRT, Liquordiagnsotik und evozierten Potentialen (EVOP) identifiziert und inhaltlich und methodisch bewertet. Insgesamt ergaben sich deutliche Mängel in den Evidenzen zu dem diagnostischen Nutzen dieser Untersuchungen in der Phase des MS-Verdachts.

Parallel dazu wurde das Faltblatt „MS-Verdacht... was nun?“ für Patienten mit MS-Verdacht entwickelt und mit Fragebögen evaluiert. Es wurden 26 akut unter MS-Verdacht stehende Patienten zum Faltblatt, zur Entscheidung und Informationsbedarf bezüglich weiterer diagnostischer Maßnahmen befragt. Zusätzlich evaluiert wurde das Faltblatt an 70 Patienten, die in den letzen zwei Jahren auf der MS-Ambulanz des UKE (Universitätsklinikum Hamburg, Eppendorf) mit einem MS-Verdacht vorstellig geworden waren. Parallel dazu wurden qualitative Interviews an fünf Patienten durchgeführt.
Aus der Evaluation des Faltblattes ergab sich deutlicher Informationsbedarf der Patienten. Die Informationen im Faltblatt schienen für Patienten verständlich zu sein. Die befragten Patienten wurden durch die Information nicht deutlich mehr beunruhigt und bevorzugten deutlich die Einbeziehung in Entscheidungen über medizinische Maßnahmen.

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