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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-43281
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2009/4328/


Angioplastie intrakranieller Gefäßstenosen.

Espersen, Tobias

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SWD-Schlagwörter: Stenose , Duplex , Angioplastie , Neuroradiologie
Freie Schlagwörter (Deutsch): Intracraniell
Basisklassifikation: 44.64
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Zeumer, Hermann (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 01.10.2009
Erstellungsjahr: 2009
Publikationsdatum: 27.10.2009
Kurzfassung auf Deutsch: Ziel der Doktorarbeit war die Analyse aller Patienten, die an der neuroradiologischen Klinik am Universitätsklinikum an einer Stenose der intracraniellen A. caroti interna, der intrakraniellen A. vertebralis sowie der A. cerebri media und der A. basilaris mittels einer PTA oder einer Stentimplantation behandelt wurden, im Langzeitverlauf sowie der Vergleich mit der bestehenden Literatur.
Hierfür wurde zunächst eine Datenbank in Microsoft Access programmiert und alle bisher in einer Tabelle festgehaltenen Daten in diese überführt. Anschließend wurden einige bisher nicht erfasste Daten neu aufgenommen und in die Datenbank eingefügt.
Da nicht für alle Patienten Verlaufsuntersuchungen vorlagen, wurden alle Patienten nochmals für eine Verlaufsuntersuchung einbestellt. Als Verlaufsparameter dienten eine klinische Untersuchung sowie eine transkranielle Doppleruntersuchung. Die Verlaufsuntersuchungen wurden von unabhängigen erfahrenen Neurologen durchgeführt.
Eingeschlossen in diese Arbeit wurden lediglich Hochrisiko-Patienten mit rezidivierenden neurologischen Symptomen unter der Einnahme von Antikoagulanzien oder Plättchenaggregationshemmern. Ebenfalls eingeschlossen wurden Patienten mit einmaligem Ereignis, bei denen keine ausreichende Kollateralversorgung vorlag. Nicht eingeschlossen wurden Patienten mit einer akuten Symptomatik.
Seit 1997 wurden 75 Patienten mit einer intrakraniellen Stenose an der neuroradiologischen Klinik mit einer PTA oder einer Stentapplikation behandelt. Aufgrund der unterschiedlichen embryologischen Entstehung der Gefäße sowie des unterschiedlichen Risikoprofils wurden die intracerebralen Gefäße zur Analyse in den vorderen (n=30) sowie den hinteren Kreislauf (n=45) unterteilt.
90 % der Interventionen im vorderen Kreislauf wurden technisch erfolgreich durchgeführt. Periinterventionelle Komplikationen traten bei 4 Patienten auf. Zwei dieser Patienten verstarben. Von 26 der 28 überlebenden Patienten konnten Verlaufsdaten erfasst werden. Über einen Zeitraum von durchschnittlich 35 Monaten waren alle Patienten klinisch stabil oder verbessert. Ein Patient verschlechterte sich klinisch aufgrund einer Polyneuropathie. Ein weiterer Patient verstarb ohne erneutes zerebrovaskuläres Ereignis. In vier Fällen trat eine Restenose auf, von denen eine symptomatisch war.
93 % der Interventionen der vertebrobasilären Achse wurden technisch erfolgreich durchgeführt. Von 37 Patienten konnten Verlaufsdaten erfasst werden. 31 Patienten waren über einen Zeitraum von durchschnittlich 26,2 Monaten klinisch stabil oder verbessert, sechs Patienten verschlechterten sich klinisch im Verlauf. Vier Patienten verstarben im Verlauf, zwei ohne erneutes zerebrovaskuläres Ereignis, zwei aus nicht geklärter Ursache. Eine Restenose wurde viermal beobachtet, in zwei Fällen war diese symptomatisch.
Sowohl die Patienten des vorderen Kreislaufes als auch die der vertebrobasilären Achse scheinen von der interventionellen Behandlung mittels PTA oder Stentimplantation zu profitieren. Die Prognose dieser Patienten erwies sich gegenüber dem Spontanverlauf dieser Hochrisikogruppe verbessert. Diese Arbeit konnte dies über einen durchschnittlichen Zeitraum von mehr als zwei Jahren darstellen. Deshalb ist das Risiko des Eingriffs trotz seiner möglichen schweren Komplikationen gerechtfertigt. Eine chirurgische Behandlungsmöglichkeit fehlt.
Die Verwendung von Stents hatte keinen signifikanten positiven Einfluß auf das Langzeitergebnis.

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