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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-43465
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2009/4346/


Die Bedeutung der neueren Hypno-Sedativa Zopiclon und Zolpidem im klinisch-toxikologischen Untersuchungsgut unter besonderer Berücksichtigung der klassischen Benzodiazepine

Sonntag, Levke

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SWD-Schlagwörter: Zopiclon , Zolpidem , Benzodiazepine , LC-MS , Vergiftung , Schlafstörung
Basisklassifikation: 44.38 , 44.39
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Schmoldt, Achim (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 23.09.2009
Erstellungsjahr: 2009
Publikationsdatum: 10.11.2009
Kurzfassung auf Deutsch: Die Hypno-Sedativa Zolpidem und Zopiclon haben in den letzten Jahren die Benzodiazepine als Spitzenreiter in der Behandlung von Schlafstörungen in Deutschland abgelöst. In der Praxis der klinischen Toxikologie der Rechtsmedizin in Hamburg gibt es bisher nur wenige Hinweise auf Missbrauch und Intoxikationen mit den sog. Z-Drugs. Allerdings liegen keine lückenlosen Daten aufgrund analytischer Untersuchungen vor. Notfallproben werden bei Verdacht auf eine Intoxikation zunächst mit immunologischen Testverfahren auf die häufigsten illegalen Drogen und Medikamentengruppen untersucht. Zopiclon und Zolpidem werden damit allerdings nicht erfasst. Daher wurde eine LC-MS-Methode zum Nachweis von Zolpidem und Zopiclon etabliert und validiert. In 172 Notfall-Serumproben, die mittels LC-MS nachuntersucht wurden, konnten in acht Fällen Zopiclon, in sieben Fällen Zolpidem sowie in 57 Fällen Benzodiazepine nachgewiesen werden. Auffällig ist, dass trotz der geringeren Nachweiszahlen der Z-Drugs die Anzahl der Intoxikationen (elf Intoxikationen bei 15 Nachweisen) bei Zopiclon und Zolpidem höher ist als bei den Benzodiazepinen (zehn Intoxikationen bei 57 Nachweisen). Z-Drugs spielen somit eine durchaus zu beachtende Rolle als Ursache von Intoxikationen: Die Wahrscheinlichkeit einer Vergiftung ist sehr hoch, wenn diese Substanzen erst einmal nachgewiesen worden sind.
Ihre Bedeutung ist aber zu diskutieren, da sie in unseren Untersuchungen seltener als erwartet detektiert wurden.
Trendbeobachtungen bzgl. der Häufigkeit werden helfen zu entscheiden, ob die Etablierung eines eigenständigen immunologischen Assays als routinemäßige Untersuchung für diese Substanzgruppe sinnvoll wäre. Damit könnte schon im Vorfeld untersucht werden, ob eine weiterführende Analytik mittels LC-MS vonnöten wäre, um eine wahrscheinliche Intoxikation nicht zu übersehen.

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