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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-43583
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2009/4358/


Korrelation von L1-CAM-Expression im Neuroblastom mit klinischem Überleben

Correlation of L1-CAM-expression in neuroblastoma with clinical survival

Krickhahn, Annika

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SWD-Schlagwörter: Überleben , Neuroblastom , Prognose , Marker
Freie Schlagwörter (Deutsch): L1-CAM , Prognosemarker , tissue microarray
Freie Schlagwörter (Englisch): prognostic marker , neuroblastoma , childhood cancer , L1-CAM , tissue microarray , survival
Basisklassifikation: 44.65 , 44.81 , 44.67
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Kluth, Dietrich (PD. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 21.09.2009
Erstellungsjahr: 2008
Publikationsdatum: 10.11.2009
Kurzfassung auf Deutsch: Das Neuroblastom ist ein maligner Tumor des Kindesalters, dessen Ursprung entartete Vorläuferzellen des sympathischen Nervensystems sind. Es stellt 8-10 % aller kindlichen Krebserkrankungen dar und ist für 15 % der onkologischen Sterbefälle in dieser Altersgruppe verantwortlich. Die aktuelle Herausforderung an Forschung auf diesem Gebiet ist, die Risikoeinschätzung der betroffenen Patienten zu optimieren, um ihnen darauf basierend eine optimale Therapie zuführen zu können. Denn besonders die Prognose von Hochrisikopatienten bleibt trotz fortschrittlicher Therapieverfahren weiterhin unerfreulich. In diesem Zusammenhang sind Prognosemarker essentielle Mittel für Risikogruppenstratifizierung, Therapiedesign und damit den klinischen Verlauf der Patienten.
Im Rahmen der vorliegenden Arbeit untersuchten wir die Expression von L1-CAM auf Neuroblastomgewebe von 62 Patienten mittels immunhistochemischer Färbemethoden. Die zugehörigen klinischen Daten wurden statistisch analysiert. Unter Verwendung von Kaplan Meier Analysen untersuchten wir anschließend die Korrelation zwischen L1-CAM-Expression und klinischem Verlauf der Neuroblastom-Patienten. L1-CAM ist ein Marker des embryonalen Nervensystems und wird zusätzlich auf einer Vielzahl maligner Tumoren neuroektodermalen Ursprungs exprimiert.
Unsere Resultate demonstrieren, dass L1-CAM-positive Patienten zu einer besseren Risikogruppe gehören sowie signifikant längere Überlebenszeiten aufweisen verglichen mit
L1-CAM-negativen Patienten. Wir meinen, diese Ergebnisse mit der Embryologie des untersuchten Tumors erklären zu können. L1-CAM als Marker des sich entwickelnden Nervensystems könnte somit reifere neuroblastische Zellen identifizieren und ist deshalb mit einer geringeren Tumoraggressivität assoziiert.
L1-CAM könnte daher zukünftig ein günstiger Marker mit einem hohen spezifischen prognostischen Wert für Neuroblastom-Patienten darstellen.
Kurzfassung auf Englisch: Neuroblastoma is the most common solid tumor in childhood with unconventional clinical behaviour. L1, a neuronal cell adhesion molecule, is associated with poor clinical behaviour in malignant adult tumors. The aim of this thesis was to determine expression of L1 in pediatric neuroblastoma.
L1 expression was assessed on a tissue microarray with 62 surgically resected neuroblastoma samples by immunhistochemistry with a monoclonal antibody and peroxidase method. Data were correlated with Kaplan Meier analysis.
L1 was detected in 53 (86%) of 62 neruoblastomas, whereas 9 (14%) were L1 negative. Analysis with Kaplan Meier revealed a surprising and contrary finding to adult tumor entities: an association of L1 positivity with better event free and overall survival.
In contrast to adult tumor entities, where L1 is associated with aggressive clinical behaviour, our data show that L1 predicts good outcome in children with neuroblastoma. This novel finding suggests an inverse role of L1 in neuroblastoma.

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