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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-44108
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2009/4410/


Angst vor zahnärztlicher Behandlung bei Kindern und Jugendlichen

Anxiety of dental treatment in childhood

Zach-Enk, Anne-Maria

pdf-Format:
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SWD-Schlagwörter: Angst , Fragebogen , Zahnarzt , Zahnärztliche Behandlung
Freie Schlagwörter (Englisch): dental anxiety , dental inventory , child , dentist
Basisklassifikation: 44.96
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Schulte-Markwort, Michael Jürgen (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 27.11.2009
Erstellungsjahr: 2008
Publikationsdatum: 17.12.2009
Kurzfassung auf Deutsch: Diese Untersuchung beschäftigt sich speziell mit der Erfassung der kindlichen Zahnbehandlungsangst.
Mit einem allgemeinen Überblick über die Definition der Angst und ihrer Systematisierung, leitet sie in die Thematik ein. Behavioristische und kognitionsphysiologische Ansätze zur Entstehungsmöglichkeit der Zahnbehandlungsangst werden beschrieben. Psychosoziale Einflussfaktoren und alters- und geschlechtsspezifische Abhängigkeiten werden dargelegt. Dem folgt eine Erläuterung der Angstindikatoren und der möglichen Messmethoden. Außerdem wird in diesem Rahmen auf die orale Gesundheit eingegangen. Ein kurzer Einblick in die deutsche Forschungslandschaft zur Zahnbehandlungsangst schließt den theoretischen Teil der vorliegenden Arbeit ab.

Die dieser Untersuchung zugrunde liegenden Stichprobe erfasste 68 Mädchen und 65 Jungen im Alter von 8-17 Jahren.
Sie besuchten ausgewählte Zahnarztpraxen in einem Hamburger Bezirk, in denen sie und ihre Eltern speziell entwickelte Fragebogen ausfüllten.
Die Fragebogen erfassten vor allem Zahnbehandlungsangst, allgemeine Ängstlichkeit bzw. bereichsspezifischen Ängste, außerdem Verhaltensauffälligkeiten und psychosoziale Merkmale.
Zusätzlich wurde bei 80 Kinder das Verhalten während der Zahnbehandlung eingeschätzt sowie ihr Zahnstatus aufgenommen.

Die Studienergebnisse und ihre Diskussion umfassen ein breites Spektrum zur Prüfung der Reliabilität und Validität hinsichtlich der Fragebogen zur Erfassung der kindlichen Zahnbehandlungsangst.
Zum einen zeichnen sich die einzelnen Angstskalen durch gute psychometrische Gütekriterien (Reliabilitäten und Trennschärfen) aus.
Zum anderen ergibt eine Ermittlung von Alters- und Geschlechtseffekten, dass Mädchen mit steigendem Alter allgemein und zahnbehandlungsspezifisch ängstlicher sind als Jungen bzw. jüngere Mädchen.
Anhand von Korrelationen wird gezeigt, dass Persönlichkeitsmerkmale wie z. B. eine allgemeine Ängstlichkeit oder auch bereichsspezifische Ängste einen bedeutsamen Einfluss auf die Entwicklung einer Zahnbehandlungsangst haben.
Die Aufstellung der Rangfolge zahnspezifischer Begriffe, die deutlich Angst auslösen, gibt den Einstieg in den Aspekt der Konditionierung von Zahnbehandlungsangst. Indem festgehalten wird, dass ängstliche Kinder weitaus eher unangenehme Vorerfahrungen haben und deshalb nur bei Schmerzen bzw. möglichst gar nicht zu Zahnarzt gehen, werden Angst konditionierende Möglichkeiten bestätigt. Eine schlechte Mundgesundheit als Ursache oder Folge für die Angstentstehung wird nicht festgestellt.
Des Weiteren befassen sich Teilergebnisse mit der Bedeutung des „modeling“. Die kindlichen Probanden ahmen das ängstliche Verhalten ihrer Mütter beim der Zahnbehandlung jedoch nicht nach. Geschwister mit Zahnbehandlungsangst fördern dagegen die ängstliche Einstellung zur Zahnbehandlung.
Zum Schluss wird der Zusammenhang zwischen dem Verhalten während der Zahnbehandlung und den zahnspezifischen Angstfragebogen beleuchtet. Demnach sind die Selbsteinschätzung der Kinder noch die mütterlichen Einschätzungen ihrer Kinder hinsichtlich des Verhaltens während der Zahnbehandlung klinisch relevant.
Kurzfassung auf Englisch: The aim of this doctoral thesis was to examine the reliability and validity of the German version of the Dental Subscale of Children's Fear Survey Schedule (CFSS-DS) and the Inventory to Assess the Anxiety of Dental Treatment of Children (FEZ-Ki).
For this two questionnaires (for child and its parent) were administered consisting the German version of the CFSS-DS, the FEZ-Ki and other inventories which assess general and specific anxiety, the dental anxiety of the parent. Several items assessing sociodemographic information were added.
A sample of 68 girls and 65 boys aged 8 - 17 years and their parents answered the questionnaires before dental treatment was started. The behavior of 80 children were rated during their dental appointments and their oral health status was registered.
Both dental inventories showed good internal consistency (CFSS-DS alpha = .81; FEZ-Ki alpha = .86).
Girls reported more fear than boys. Dental experiences and dental anxiety showed significant relationship. Choking, injections, having to go to the hospital, the dentist drilling were the most common fears. Girls with anxious behavior were found to have significantly more dental caries.
In particular, the study identified the reliability, validity and usefulness of the dental inventories.
Both of them can be used as adequate and specific tools to assess the dental anxiety of children in the German-speaking part.

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