FAQ
© 2015 Staats- und Universitätsbibliothek
Hamburg, Carl von Ossietzky

Öffnungszeiten heute09.00 bis 24.00 Uhr alle Öffnungszeiten

Eingang zum Volltext in OPUS

Hinweis zum Urheberrecht

Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-44377
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2010/4437/


Einfluss und Nutzen von filmischen Modulen im Rahmen der anästhesiologischen Patientenaufklärung

Salzwedel, Cornelie

pdf-Format:
 Dokument 1.pdf (759 KB) 


SWD-Schlagwörter: Ärztliche Aufklärungspflicht , Anästhesie
Freie Schlagwörter (Deutsch): Aufklärungsgespräch , Patientenzufriedenheit , Angst
Basisklassifikation: 44.66 , 44.07
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Schuster, Martin (PD Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 10.12.2009
Erstellungsjahr: 2008
Publikationsdatum: 18.01.2010
Kurzfassung auf Deutsch: Bei der videoassistierten Patientenaufklärung (ViP) werden dem Patienten, zusätzlich zum Prämedikationsgespräch, anhand von filmischem Material Ablauf und Risiken der Anästhesie im Detail verdeutlicht. In dieser randomisierten, kontrollierten Studie wurde der Effekt der ViP auf Patientenzufriedenheit, Wissenszuwachs und Angsterleben der Patienten und der Einfluss der ViP auf die Dauer des Prämedikationsgesprächs und die damit verbundenen ökonomische Einflüsse untersucht und diskutiert.
Insgesamt erscheint die videoassistierte Patientenaufklärung sowohl für Patienten als auch für Anästhesisten als eine sinnvolle und hilfreiche Ergänzung.
Sie kann durch eine Veranschaulichung der Anästhesieverfahren und ihrer Risiken einen verbesserten Wissenstransfer zum Patienten gewährleisten und zu einer tendenziell höheren Patientenzufriedenheit führen. Auch eine detaillierte Risikoaufklärung mittels ViP führt nicht zu einer Zunahme der Angst vor der Anästhesie, führt aber zu einer intensiveren Auseinandersetzung mit dem Anästhesieverfahren.
Neben diesen patientenbezogenen Vorteilen ist es denkbar, durch die ViP den prämedizierenden Anästhesisten zu entlasten, indem durch die Videos die sich bei jedem Patienten wiederholende Darstellung der Abläufe und Risiken der Narkoseverfahren übernommen wird. Der prämedizierende Arzt könnte sich dann im Prämedikationsgespräch ganz auf die Risikoevaluation aufgrund von Vor- und Begleiterkrankungen und auf die individuelle Risikoaufklärung des jeweiligen Patienten konzentrieren.
Die Auswirkungen der ViP auf die Prozesseffizienz der Prämedikationsambulanz können aktuell noch nicht abschließend beurteilt werden und sind vermutlich abhängig von den konkreten Prozessabläufen der Prämedikationsambulanz, dem Patientengut und den zu erklärenden anästhesiologischen Techniken.
Keinesfalls soll oder kann die ViP das Aufklärungsgespräch mit einem Anästhesisten ersetzen. Das persönliche Gespräch ist und bleibt der entscheidende Einflussfaktor für eine hohe Patientenzufriedenheit und eine erfolgreiche präoperative Angstreduktion der Patienten.

Zugriffsstatistik

keine Statistikdaten vorhanden
Legende