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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-44483
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2010/4448/


Untersuchungen zur Rolle dezidualisierter Endometriumzellen in der Invasivität von extravillösen Trophoblastzellen in einem Zellkulturmodell

González Martínez, Marina Ayelén

pdf-Format:
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Freie Schlagwörter (Deutsch): Dezidualisierung , Endometrium , Trophoblastinvasion
Basisklassifikation: 44.92
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Bamberger, Christoph (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 16.12.2009
Erstellungsjahr: 2009
Publikationsdatum: 21.01.2010
Kurzfassung auf Deutsch: Wesentliche Prozesse für die Entwicklung einer erfolgreichen Schwangerschaft sind die
Verankerung des Embryos in der uterinen Wand, außerdem die Herstellung der vaskulären
Versorgung um eine optimale Entwicklung des Embryos zu ermöglichen und ihn gegen eine
potentielle Abstoßung durch das mütterliche Immunsystem zu schützen. Um dieses Ziel
erreichen zu können, sind genau abgestimmte molekulare Kommunikationsysteme zwischen
mütterlichem Endometrium (Dezidua) und dem Trophoblast erforderlich.
Die Entwicklung des Zusammenspiels zwischen Plazenta und Uterus ist ein komplexes
System interessanter Eigenschaften und ein reiches experimentelles Modell nicht nur im
Bereich der Geburtshilfe. Zu Beginn der Schwangerschaft erlangen die Zellen des
Trophoblasten invasive Fähigkeiten, die für eine adäquate Weiterentwicklung derselben von
enormer Bedeutung sind. Eine Veränderung dieser Eigenschaften kann zur Konsequenz die
Entwicklung schwerwiegender Schwangerschaftspathologien haben, wie zum Beispiel die
Präeklampsie und die intrauterine Wachstumsrestriktion. Nichtsdestoweniger kann eine
Störung dieses Zusammenspiels auch die Unmöglichkeit einer Schwangerschaft bedingen.
Die Trophoblast-Invasion durch die mütterliche Dezidua verwendet ähnliche Mechanismen
wie ein bösartiger Tumor, wobei jedoch die Invasivität der Trophoblasten
physiologischerweise zahlreichen Kontrollmechanismen unterliegt um eine adäquate
Versorgung für den Embryo zu schaffen und um die Gesundheit der Mutter nicht zu
gefährden.
Zur Untersuchung dieser komplexen Mechanismen wurde in dieser Arbeit ein Sphäroide
Expansion Assay verwendet, bei dem die Hauptkomponenten der Dezidua-Trophoblast-
Interaktion miteinander konfrontiert wurden. Hauptereignisse, wie die Dezidualisierung der
ESZ und die Anwesenheit von verschiedenen Faktoren im Medium, von denen vermutet wird,
dass sie eine Rolle bei dieser Interaktion spielen, wurden hierbei untersucht.
Unsere Ergebnisse zeigen, dass der Dezidualisierungsprozess der ESZ die Ausbreitung der
Trophoblastzellen stimuliert. Außerdem konnten wir zeigen, dass die Anwesenheit von HBEGF,
LIF oder IL-1b im Medium in Zusammenhang mit der Anwesenheit einer EZM die
Expansion von Trophoblastzellen positiv beeinflusst. Unsere Ergebnisse unterstützen die
Hypothese, dass es als Folge der Dezidualisierung der ESZ zur Produktion von Faktoren
kommt, die einen positiven Effekt auf die Migration der Trophoblastzellen ausüben.
Weiterführende Untersuchungen sind allerdings notwendig um die direkten Protagonisten und
die genauen Mechanismen dieser Interaktion zu verstehen.

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