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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-44700
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2010/4470/


Taufbecken in Nordelbien zwischen 1500 und 1914 : Gestalt- und Bedeutungswandel eines Prinzipalstücks

Riechert, Kirsten

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SWD-Schlagwörter: Taufbecken
Freie Schlagwörter (Deutsch): Nordelbien , Prinzipalstück
Basisklassifikation: 20.21
Institut: Kulturgeschichte und Kulturkunde
DDC-Sachgruppe: Theologie, Christentum
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Warnke, Martin (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 11.11.2009
Erstellungsjahr: 2010
Publikationsdatum: 05.02.2010
Kurzfassung auf Deutsch: Taufbecken in Nordelbien zwischen 1500 und 1914
Gestalt- und Bedeutungswandel eines Prinzipalstücks

Alphabetisch nach Orten sind in dieser Arbeit die Taufbecken in Schleswig-Holstein und Hamburg dokumentiert, die in der Zeit zwischen 1500 und 1914 entstanden sind.
Aus der Zeit zwischen 1504 und 1898 befinden sich in Nordelbien 29 Metalltaufbecken. Zwischen 1520 und 1914 sind 75 Steintaufen entstanden. Aus der Zeit zwischen 1550 und 1914 sind 110 Holztaufbecken erhalten geblieben.
Sowohl in Metall, Stein und Holz sind im 19. Jahrhundert Taufbecken als industrielle Fertigungen aus dem Katalog zu finden.

Nach der Reformation wurden die Taufbecken mit einer evangelisch-lutherischen Ikonographie, mit Reliefs von Themen aus dem Alten und Neuen Testament und Bibel- und Luther -Sprüchen, geschmückt.
Das änderte sich zur Mitte des 17. Jahrhunderts, die Taufen wurden klein, beweglich und nur noch mit Ornamenten versehen. In anderen Kirchen trat an die Stelle des stehenden Taufbeckens ein fliegender Taufengel, der an die Decke des Kirchenraums gezogen werden konnte. Als im 19. Jahrhundert die Gotik in Mode kam, wurden die Taufengel von der historistischen Katalogware ersetzt.

Der Grund für diese Veränderungen war zum einen das Primat der Verkündigung und damit die größere Wertschätzung der Kanzel und gleichzeitig der Raummangel in den Kirchen.
Zum anderen gab es zum Ende des 18. Jahrhunderts ein gewisses Unverständnis des lutherischen Taufaktes an sich, das ebenfalls ein Grund war, dass die Taufbecken klein und unbedeutend wurden.
Zum Dritten führte die Mode der Haustaufen dazu, dass nur noch die Ärmsten ihre Kinder in der Kirche taufen ließen und es unnötig wurde, ein aufwändiges Taufbecken in den Kirchen vorzuhalten.

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