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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-44807
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2010/4480/


Bedeutung von Einzelnukleotidpolymorphismen in den Genen TGFß und SOD2 bei Brustkebspatientinnen für die Fibrose nach Strahlentherapie

Borstelmann, Sonko

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SWD-Schlagwörter: SNP , Fibrose , Strahlentherapie , Brustkrebs , RFLP , Polymerase-Kettenreaktion
Freie Schlagwörter (Deutsch): SOD2 , TGFß1 , individuelle Strahlenempfindlichkeit , Normalgewebereaktion , Risikoallele
Basisklassifikation: 44.64
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Dikomey, Ekkehard (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 22.01.2010
Erstellungsjahr: 2010
Publikationsdatum: 10.02.2010
Kurzfassung auf Deutsch: Im Rahmen dieser Arbeit wurde für 69 Brustkrebspatientinnen überprüft, ob Variationen (SNPs) in den Genen TGFß1 (C-509T) und SOD2 (C1183T) einen Einfluss auf das Fibroserisiko nach Strahlentherapie haben. Zusätzlich sollte für eine Untergruppe von 49 Patientinnen geklärt werden, ob diese SNPs ebenfalls die individuelle Strahlenempfindlichkeit beeinflussen.
Der Nachweis der SNPs erfolgte mit der „Restriktions-Fragment-Längen-Polymor-phismus“-Methode. Hierfür wurden mittels PCR die entsprechenden DNA-Fragmente vervielfältigt und dann über Verdau mit spezifischen Restrektionsenzymen der jeweilige Allelstatus bestimmt.
Hinsichtlich des untersuchten SNPs im TGFß1-Gen wiesen von den 69 untersuchten Patientinnen insgesamt 24 in beiden Allelen einen Wildtypstatus (w/w) auf, 40 einen heterozygoten Status und 5 in beiden Allelen einen SNP. Beim SOD2-Gen waren es 27 mit w/w, 38 mit w/s und 4 mit s/s. Diese Zahlen entsprechen den Verteilungen, wie man sie in der normalen Bevölkerung findet.
Von den 69 Brustkrebspatientinnen dieser Studie haben nach einer Strahlentherapie 17 (24,6%) eine Fibrose vom Grad 2/3 entwickelt. Für die in dieser Arbeit untersuchten SNPs wurde eine deutlich Assoziation mit dem Auftreten der Fibrose festgestellt. So lag für Patientinnen mit einem w/w-Status im TGFß1 das Fibroserisiko nur bei 16%, dagegen für Patientinnen mit s/s-Status bei 60%. Hinsichtlich des SOD2 nahm für Patientinnen mit w/w-Status das Fibroserisiko von 41% auf 0% bei s/s-Status ab. Aufgrund dieser Ergebnisse kann beim TGFß1-Gen der SNP als Risikofaktor eingestuft werden, während beim SOD2-Gen dies für den Wildtypstatus gilt.
Für eine Untergruppe von 49 Patientinnen konnte zusätzlich gezeigt werden, dass hinsichtlich der Bedeutung der SNP die gleiche Abhängigkeit für die individuelle Strahlenempfindlichkeit besteht. Dieses Ergebnis deutet damit an, dass ein Einfluss der beiden SNP’s auf das Fibroserisiko über die Variation der Strahlenempfindlichkeit besteht.
In einer parallel durchgeführten Arbeit konnten für das XRCC1-Gen der SNP (G-A, exon 1) als Risikofaktor und für das ATM-Gen der SNP (G5557A) als protektives Allel identifiziert werden. Während für den SNP G-A, exon 23 des XPD-Gens keine Assoziation festgestellt wurde.
Insgesamt ergibt damit die gemeinsame Auswertung beider Arbeiten, dass hinsichtlich des Fibroserisikos bei einer Brustkrebspatientin wegen des doppelten Chromosomensatzes maximal acht Risikoallele vorliegen können. Für diese Zahl wird eine Variation gefunden, die sich sehr gut mit einer Normalverteilung mit einem Mittelwert von 5 Risikoallelen beschreiben lässt. Das Fibroserisiko steigt dabei mit der Zahl der Risikoallele von 0 % bei 0 bis 2 Risikoallelen auf 100% bei 8 Risikoallelen an. Dieses Ergebnis unterstreicht damit das große Potential von genetischen Markern wie SNP zur prädiktiven Bestimmung der Normalgewebereaktion nach Strahlentherapie.

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