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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-45137
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2010/4513/


KLINISCHER VERGLEICH NEUROCHIRURGISCH UND ENDOVASKULÄR BEHANDELTER PATIENTEN 4 JAHRE NACH ANEURYSMATISCHER SUBARACHNOIDALBLUTUNG

Clinical comparison of neurosurgical and endovascular treated patients 4 years after aneurysmal subarachnoid hemorrhage

Lammers, Gerhard

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SWD-Schlagwörter: Subarachnoidalblutung , Intrakranielles Aneurysma
Freie Schlagwörter (Deutsch): Klippung , Spiralembolisation
Freie Schlagwörter (Englisch): clipping , coiling
Basisklassifikation: 44.90
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Hansen, Hans-Christian (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 22.02.2010
Erstellungsjahr: 2009
Publikationsdatum: 09.03.2010
Kurzfassung auf Deutsch: Die endovaskuläre Ausschaltung rupturierter zerebraler Aneurysmen wird seit fast 20 Jahren mit einigem Erfolg durchgeführt. Aber immer noch ist ihre Wirksamkeit gerade hinsichtlich der Langzeitergebnisse gegenüber der Klippung eines Aneurysmas umstritten. Die vorliegende Studie wurde durchgeführt, um die klinischen Ergebnisse der neurochirurgischen und endovaskulären Therapie zu vergleichen.
Es wurden retrospektiv die Daten von 126 nicht-randomisierten Patienten nach aneurysmatischer Subarachnoidalblutung (SAB) analysiert und deren Outcome nach 1 bis 6 (durchschnittlich 4) Jahren mittels Glasgow Outcome Scale (GOS), Modifizierter Rankin-Scale (MRS), Barthel-Index (BI) und Arbeitsstatus ermittelt. Vierundfünfzig Patienten waren chirurgisch und 72 endovaskulär behandelt worden.
In der endovaskulär behandelten Gruppe fanden sich signifikant mehr Patienten mit einem niedrigen Glasgow Coma Scale (GCS-)Score bzw. einer schweren SAB (Grad IV und V), mehr Patienten mit einem initial erweiterten Ventrikelsystem und weniger Patienten, die mit einer externen Ventrikeldrainage versorgt wurden. Spiralembolisierte Aneurysmen lagen häufiger im hinteren Kreislauf älterer Patienten. Signifikante Unterschiede hinsichtlich der Häufigkeit von Komplikationen bestanden in einer höheren Inzidenz von Hyponatriämien bei chirurgisch behandelten Patienten.
Die uni- und multivariate Regressionsanalyse zeigten einen niedrigen GCS-Score, ein peri- und ein postoperatives Hirnödem als signifikant mit höherer Letalität assoziiert. Zugleich fand sich ein statistischer Zusammenhang zwischen dem Therapiearm und der Letalität zu ungunsten der endovaskulär behandelten Gruppe.
Hinsichtlich der Messgrößen für das Behandlungsergebnis: GOS, MRS, BI, neuropsychologische Testung und dem Arbeitsstatus der überlebenden Patienten fanden sich keine signifikanten Unterschiede zwischen den Behandlungsgruppen. Es besteht in der chirurgisch behandelten Gruppe eine Tendenz zu einem etwas größeren Anteil von Patienten mit mäßiger Behinderung (geringe Unterstützung im Alltag) und neuropsychologischen Defiziten. Hier liegt noch Bedarf an systematisierten Vergleichsstudien vor, besonders hinsichtlich neuropsychologischer Funktionen.

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