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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-45466
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2010/4546/


Cholesterin-,Triglycerid- und Fettsäureprofile bei Eisenüberladung und Eisenmangel

Cholesterol-, Triglyceride- and Fatty Acid Profiles in iron overload an iron deficient patients

Sauer, Nina

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SWD-Schlagwörter: Eisenmangelanämie , Hämochromatose , Siderose , Low-density-Lipoproteine , High-density-Lipoproteine , Fettsäuren , Fettsäurestoffwechsel , Oxidativer
Freie Schlagwörter (Deutsch): Fenton Reaktion
Basisklassifikation: 44.33
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Nielsen, Peter (PD Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 09.02.2010
Erstellungsjahr: 2009
Publikationsdatum: 22.03.2010
Kurzfassung auf Deutsch: In der vorliegenden Arbeit wurde untersucht, ob es im Plasma von Patienten mit Eisenüberladung und Eisenmangel zu Veränderungen in Lipoprotein-Profilen und in der Fettsäurezusammensetzung kommt. Hintergrund ist die Diskussion in der Literatur, dass ein erhöhter Eisenbestand durch Stimulation der Fenton-Reaktion zu einer Oxidation von mehrfach ungesättigten Fettsäuren führt. Ebenso kann Eisenmangel durch vermehrte Kupferresorption, durch die Minderung von eisenabhängigen Reparaturenzymen sowie durch die Abnahme der Ferrooxidaseaktivität, erhöhten oxidativen Stress bedingen und somit Auswirkungen auf die Lipidkomposition im Plasma haben.

Untersucht wurde eingefrorenes Plasma von 110 Patienten mit hereditärer Eisenüberladung sowie von 43 Patienten mit Eisenmangelanämie aus der Eisenstoffwechselambulanz des UKE. Als Kontrollgruppe standen frische Serumproben von 79 Probanden aus der Lilly-Offspring-Studie zur Verfügung. Dabei wurden Plasmalipoproteine mittels FPLC aufgetrennt und die Lipoproteinmuster der einzelnen Gruppen verglichen. In Teilgruppen der Patienten wurden 22 verschiedene Fettsäuren im Gesamtplasma mittels Gaschromatographie aufgetrennt und quantifiziert. Weiterhin wurden Vorversuche zur Bestimmung von Fettsäuren in durch FPLC getrennten VLDL-, LDL-, HDL-, „freie Fettsäuren“-Lipoproteinfraktionen durchgeführt.

Als wesentliches Ergebnis wurde gefunden, dass sich im vorliegenden Probenmaterial die Fettsäureprofile und Cholesterinmuster bei Patienten mit Eisenüberladung und Eisenmangel ähnelten, sich aber deutlich von der Kontrollgruppe mit normalem Eisenstatus unterschieden. Eisenmangel- und eisenüberladene Patienten zeigten dabei niedriges LDL- und Gesamtcholesterin, einen geringen Anteil gesättigter und einfach ungesättigter, einen hohen Anteil gesättigter Fettsäuren und einen hohen Anteil an Fettsäuren des SCD-Pfades. Methodisch konnte gezeigt werden, dass man das Gesamtcholesterin und die Gesamttriglyceride aus den FPLC-Fraktionen berechnen kann. Ferner konnte die Fettsäurezusammensetzung direkt in den FPLC-Lipoproteinfraktionen bestimmt werden. Der neue Befund, dass der Eisenstatus von Patienten eine solch starke Auswirkung auf das Lipoproteinmuster hat, muss durch weitere Untersuchung abgesichert werden. Ein unklarer Einflußfaktor in dieser Arbeit war die Verwendung von eingefrorenen Proben.

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