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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-45633
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2010/4563/


Chromosom 8p Deletionen und 8q Zugewinne in der Progression des Prostatakarzinoms

Chromosome 8p Deletions and 8q Gains are Associated with Tumor Progression in Prostate Cancer

Brüchmann, Michael

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SWD-Schlagwörter: Hormonrefraktärer Prostatakrebs , Prostatakrebs , Carcinogenese , Myc , Onkogen , Tumorsuppressor-Gen , Prostata
Freie Schlagwörter (Deutsch): Prostatakarzinom , 8p Deletionen , 8q Zugewinne, LPL , c-MYC
Freie Schlagwörter (Englisch): Prostate Cancer , 8p Deletion , 8q Gains
Basisklassifikation: 44.47 , 44.88 , 44.81
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Sauter, Guido (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 08.03.2010
Erstellungsjahr: 2009
Publikationsdatum: 30.03.2010
Kurzfassung auf Deutsch: In meiner Promotion habe ich chromosomale Veränderungen in Form von verloren gegangenen Genabschnitten (Deletionen) und Vervielfältigungen (Zugewinne) beim Prostatakarzinom untersucht. Dabei spielt die Vermehrung des Onkogens c-MYC auf dem langen Arm des 8. Chromosoms (8q) und die Deletion des Tumorsuppressorgens LPL auf dem kurzen Arm des 8. Chromosoms (8p) eine entscheidende Rolle bei der Progression des Karzinoms. Als ideales technisches Verfahren für diese Studie wurde die Tissue Mikroarray Technik (TMA) ausgewählt, die es ermöglicht, hunderte von Gewebeproben auf einem Objektträger unter gleichen standardisierten Bedingungen zu untersuchen. Aus den Archiven des pathologischen Instituts der Universitätsklinik Eppendorf wurden 409 geeignete Patientenfälle herausgesucht und ein Prostata Progressions TMA hergestellt. Dieser wurde mit Hilfe der Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung (FISH) auf 8p und 8q Veränderungen untersucht.
Dabei zeigten sich bei den 8p Deletionen im Gegensatz zu den 8q Zugewinnen schon bei den Primärtumoren relativ hohe Werte (20,0% bei pT2b, 31,4% bei pT3b Tumoren), die zu den fortgeschrittenen Tumoren und Metastasen nur noch leicht angestiegen sind (fortgeschrittene Tumoren 32,4%, Lymphknotenmetastasen 39,1%, Knochenmetastasen 51,9%, hormonrefraktäre Tumoren 45,5%). Bei den 8q Veränderungen zeigt sich dagegen durch die niedrigen Ausgangswerte bei den Primärtumoren (pT2b 8,6%, pT3b 11,4%) ein starker, statistisch hoch signifikanter Anstieg zu den fortgeschrittenen Tumoren und Metastasen (fortgeschrittene Tumoren 32,4%, Lymphknotenmetastasen 34,8%, Knochenmetastasen 33,3%, hormonrefraktäre Tumoren 59,1%). Daraus lässt sich schlussfolgern, dass es mindestens ein 8q Gen gibt, welches für die Progression des Prostatatumors zu tödlichen Endstadien und für die Metastasierung verantwortlich ist.
Der therapeutische Nutzen besteht darin, neue molekulare Marker zu entdecken, die bei der individuellen Prognoseabschätzung und als weiterer Schritt bei der Entwicklung neuer zielgerichteter Medikamente helfen können.

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