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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-46053
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2010/4605/


Primäre Katheterablation von Vorhofflimmern durch segmentale Pulmonalvenenisolation mit und ohne Einsatz eines elektroanatomischen Mappingsystems: Ergebnisse nach fünf Jahren Nachbeobachtung

Menke, Kristian Bernd

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SWD-Schlagwörter: Vorhofflimmern , Hochfrequenz-Katheterablation , Pulmonalvene
Freie Schlagwörter (Deutsch): Nachbeobachtung , Mappingsystem
Basisklassifikation: 44.85
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Kuck, Karl-Heinz (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 10.05.2010
Erstellungsjahr: 2009
Publikationsdatum: 13.07.2010
Kurzfassung auf Deutsch: Vorhofflimmern (VHF) kann durch Elimination von pulmonalvenösen Foki geheilt werden. Insgesamt 144 Patienten (Ptn) (56,8 ± 9,7 Jahre, 31 Frauen) wurden zwischen August 2000 und Oktober 2001 im Sinne einer primären Katheterablation durch segmentale Pulmonalvenen(PV)-Isolation mit (Gruppe 1, 51 Ptn) oder ohne Einsatz des elektroanatomischen Mappingsystems CARTO (Gruppe 2, 93 Ptn) behandelt.
Nach transseptaler Punktion wurden selektive Angiographien zur Darstellung der PV vorgenommen. Bei Patienten aus Gruppe 1 wurde zusätzlich ein elektroanatomisches Map des linken Vorhofes mit CARTO erstellt. Das Mapping der PV erfolgte in beiden Gruppen gleich mittels eines zehnpolaren ringförmigen Katheters. Endpunkt der Ablation mit Hochfrequenzstrom war ein Verschwinden des scharfen Spike des jeweiligen Pulmonalvenenpotentials (PVP). In beiden Gruppen konnten nahezu alle PV mit nachgewiesenem PVP erfolgreich isoliert werden. Der Anteil von schweren periprozeduralen Komplikationen betroffener Ptn war mit 12% (Gruppe 1) bzw. 13% (Gruppe 2) vergleichbar hoch.
Zur Nachbeobachtung wurden nach sechs Monaten ein 12-Kanal- und ein Langzeit-EKG aufgezeichnet sowie die Ptn zum Ausfüllen eines Fragebogens aufgefordert. Nach fünf Jahren wurde ein Telefoninterview in Anlehnung an den Fragebogen durchgeführt. Die kurzfristige Nachbeobachtung zeigte einen kompletten Therapieerfolg (KE, Ptn mit stabilem Sinusrhythmus ohne Einnahme von Antiarrhythmika) von 42% in Gruppe 1 und 24% in Gruppe 2. Nach fünf Jahren ergab sich ein KE bei 50% der Ptn aus Gruppe 1 und 29% der Ptn aus Gruppe 2. Nach fünf Jahren bestand ein signifikanter Unterschied im Therapieerfolg zugunsten von Gruppe 1 (p=0,047). Nach sechs Monaten war eine signifikante Differenz nur im Vergleich der Untergruppen von Ptn mit paroxysmalem VHF (49% KE in Gruppe 1 versus 27% KE in Gruppe 2, p=0,014) nachweisbar.
Aus der vorliegenden Arbeit lassen sich folgende Schlussfolgerungen ziehen:
Die Heilung von VHF durch eine segmentale PV-Isolation ist möglich, der Einsatz des elektroanatomischen Mappingsystems CARTO weist dabei einen höheren langfristigen Therapieerfolg auf und kann zusätzlich die Strahlenbelastung für Patienten und Untersucher signifikant reduzieren.
Erneute Leitfähigkeit der PV bedingt in den meisten Fällen das Wiederauftreten von VHF. Eine bei knapp der Hälfte der Ptn durchgeführte Re-Isolation der PV steigerte die Erfolgsquote deutlich.

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