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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-46387
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2010/4638/


Text und Bild im ersten Ulmer Druck des "Buchs der Beispiele der alten Weisen" Antons von Pforr

Höger, Iris Carolin

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SWD-Schlagwörter: Fabel , Antonius <von Pforr> / Das Buch der Beispiele , Frühdruck
Freie Schlagwörter (Deutsch): Text und Bild , Bidpai
Basisklassifikation: 18.10 , 20.20 , 17.84
Institut: Kulturgeschichte und Kulturkunde
DDC-Sachgruppe: Deutsch
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Reudenbach, Bruno (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 25.11.2009
Erstellungsjahr: 2010
Publikationsdatum: 10.06.2010
Kurzfassung auf Deutsch: Die Dissertation widmet sich der Erforschung von Text-und-Bild-Zusammenhängen im wohl prächtigsten Frühdruck des "Buchs der Beispiele" (BdB) Antons von Pforr, dem ersten Ulmer Druck Lienhart Holls vom Mai 1483. Neben der Beschreibung des Text- und Bildmaterials stehen vor allem Funktionszusammenhänge und Wirkungsweisen der beiden Medien Text und Bild je für sich und in ihrem Wechselspiel im Zentrum des Forschungsinteresses. In vier Schritten werden auf formaler, struktureller, inhaltlich-semantischer und schließlich auf konzeptioneller Ebene Text und Bild auf Funktionsweise und Wirkungsabsicht hin befragt. Der Ulmer Druck entspricht in Anzahl, Positionierung und Bildthemen seiner Illustrationen weitgehend dem "Normalprogramm" des BdB, wie es auch die illustrierten Handschriften und die Fyner-Drucke zeigen. Die Bebilderung erfüllt ganz die Erwartung an ein illustriertes Fabelbuch der Zeit. Die komplexe Struktur des BdB mit seinen mehrfach ineinander geschachtelten Rahmen- und Binnenerzählungen sowie sein besonderer Funktionsanspruch als Buch der "zwo verstendtnuß", wodurch sich das Werk elementar von den im deutschen Sprachraum in Mittelalter und Früher Neuzeit bekannten Fabelsammlungen (meist äsopischer Prägung) unterscheidet, finden im Bild kaum einen Widerklang. Indem sie die besonderen Strukturgesetze und das differenzierte Selbstkonzept des BdB weitgehend ignorieren bzw. sogar konterkarieren, begünstigen die Illustrationen frühzeitig eine Lesehaltung, die das BdB als Reservoir von Lehrerzählungen versteht, welche außerhalb des komplexen Erzählzusammenhangs, dem sie entstammen, als Einzeltexte abruf- und nutzbar werden. Dieses Verständnis des BdB steht der erklärten Intention des Werks, das sich ausdrücklich als zusammenhängendes, didaktisch durchkomponiertes Buch präsentiert, diametral entgegen.

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