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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-46632
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2010/4663/


HCV-Diagnostik am Paraffingewebe. Vergleich und Etablierung der Reverse-Transkriptase-PCR und Immunhistochemie zum Virusnachweis nach Lebertransplantation.

Pfefferkorn, Florian Franz

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SWD-Schlagwörter: Hepatitis-C , Lebertransplantation , Reverse-Transkriptase-PCR , Immunhistochemie , Reinfektion
Freie Schlagwörter (Deutsch): Paraffingewebe (Formalin-fixiert)
Basisklassifikation: 44.47
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Schäfer, Hansjörg (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 17.06.2010
Erstellungsjahr: 2009
Publikationsdatum: 01.07.2010
Kurzfassung auf Deutsch: Ziel dieser exemplarischen Studie war es, zwei Methoden zum HCV-Nachweis am Paraffingewebe bezüglich ihrer Sensitivität zu überprüfen und zu etablieren. Die Relevanz dieser Studie ergibt sich aus der Tatsache, dass insbesondere bei Lebertransplantationspatienten mit chronischer HCV-Infektion die diagnostische Diskriminierung anhand der Serologie und Histologie zwischen einer neu auftretenden Reinfektion, einer akuten Abstoßungsreaktion des Transplantats und einem toxischen Parenchymschaden und der sich daraus ergebenden therapeutischen Konsequenz bisweilen nicht sicher möglich ist.
Das Untersuchungsgut bestand aus HCV-positiven Paraffinschnitten von Leberexplantaten, die aufgrund positiver serologischer Daten ausgewählt wurden. Methodisch zum Einsatz kamen die qualitative Reverse-Transkriptase-PCR (RT-PCR) und die Immunhistochemie (IHC).
Die RT-PCR zeigte eine Sensitivität von 66% bzw. 50%. Die zu amplifizierende Zielsequenz wurde durch ein Fragment der Länge 221 bp (erster PCR-Durchlauf) bzw. 145 bp (zweiter PCR-Durchlauf) innerhalb der nicht kodierenden 5´Region (NCR) des HCV-Genoms repräsentiert.
Diese exemplarische Studie zeigte eine eingeschränkte Brauchbarkeit des positiven PCR-Befundes, da falsch-positive Ergebnisse nicht zu beobachten waren. Aufgrund der hohen Rate falsch-negativer Ergebnisse sind negative PCR-Befund jedoch äußerst kritisch zu hinterfragen.
In der Immunhistochemie wurden drei monoklonale Antikörper gegen Epitope der Nicht-Struktur-Proteine 3-5 (NS3, NS4 und NS5) getestet. Zu den monoklonalen Antikörpern NS4 und NS5 finden sich derzeit keine Studien in der Literatur. Alle drei Antikörper zeigten in dieser Studie keine Eignung zum in situ Nachweis des Hepatitis-C-Virus am Paraffingewebe, da sich bei allen die Färbereaktion der Negativkontrolle nicht durch entsprechend höhere Verdünnung vollständig eliminieren ließ. Zusätzlich konnten durch Inkubation der entsprechenden Gewebe mit den Antikörpern gegen die Epitope NS3 und NS4 unspezifische Anfärbungen der Gallengänge und lymphozytärer Infiltrationen im Bereich der Portalfelder beobachtet werden.
Der zur Zeit noch nicht allgemein verfügbare monoklonale IG222 Antikörper gegen die im Struktur-Protein-Bereich des HCV-Genoms vorkommende HVR1 des E2 Glykoproteins könnte nach aktueller Studienlage einen vielversprechenden Ausweg darstellen.
In dieser Studie und unter Berücksichtigung vorhandener Literatur wird daher deutlich, dass bislang noch kein zuverlässiges Nachweisverfahren zur Diagnostik intrahepatischer HCV-RNA bzw. HCV-spezifischer Proteine vorhanden ist.

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