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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-47013
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2010/4701/


Politische Spiele – Die deutsch-deutschen Auseinandersetzungen auf dem Weg zu den XX. Olympischen Sommerspielen 1972 und bei den Spielen in München

Political Games – the East-West German dispute before the 1972 Summer Olympics and at the Games in Munich

Meyer, Justus Johannes

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SWD-Schlagwörter: Olympia , Olympische Spiele , Olympische Sommerspiele , Internationales Olympisches Komitee , München , München / Olympische Spiele <1972>
Basisklassifikation: 15.06 , 15.40 , 15.07
Institut: Philosophie und Geschichtswissenschaft
DDC-Sachgruppe: Geschichte Deutschlands
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Hering, Rainer (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 28.06.2010
Erstellungsjahr: 2010
Publikationsdatum: 19.08.2010
Kurzfassung auf Deutsch: Im Mittelpunkt der Dissertation steht die Entwicklung der deutschen Frage im Sport bis zu und bei den Olympischen Spielen 1972 in München. Die zeitgeschichtliche Untersuchung stellt die wechselseitigen Einflüsse von Sport und Politik in den Vordergrund.
Für die deutsch-deutsche Sportgeschichte und die Geschichte der Sportverbände beider Staaten war diese Phase, in der um Anerkennung, Alleinvertretung und die sportliche Vormachtstellung gekämpft wurde, von entscheidender Bedeutung. Die gesamte Sportpolitik der DDR orientierte sich an dem außen- und deutschlandpolitischen Konzept der SED, während in der Bundesrepublik die Problematik der Zwei-Staaten-Lösung zu einer wachsenden Auseinandersetzung der Politik mit dem Sport führte. Im Zuge dieser Auseinandersetzung standen sich die Interessen der Sportfunktionäre und der Politiker der Bundesrepublik zum Teil diametral entgegen, in anderen Fällen gingen Regierung und Sportorganisationen eine Allianz ein.
Die Vergabe der Olympischen Spiele an München und die eigenständige Teilnahme einer Mannschaft aus der DDR stellten für beide deutsche Staaten schließlich eine besondere Herausforderung dar. Während die Regierung der DDR einerseits auf sportlichen Erfolg und damit eine regelmäßige Präsentation ihrer Staatssymbole im Land des Klassenfeindes und eine entsprechend negative Darstellung der Bundesrepublik bedacht war, sorgte sie sich um die Zuverlässigkeit der Bürger. Mit hohem Aufwand betrieb sie eine gezielte Auslese und Vorbereitung aller nach München reisenden Sportler, Touristen, Journalisten, Künstler, Studenten und Schüler. Für die Bundesregierung auf der anderen Seite boten die Spiele eine willkommene Gelegenheit, der Welt das „moderne Deutschland“ zu zeigen. Die Teilnahme der Mannschaft der DDR war jedoch bis 1968 ein kaum zu überwindendes Hindernis – schließlich waren ihre Staatssymbole in der Bundesrepublik verboten.
Akten der Sportorganisationen und Regierungen beider Staaten, des Internationalen Olympischen Komitees sowie des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR und des Bundesnachrichtendienstes bilden die Grundlage der Analyse, die sich nach einer eingehenden Darstellung der sportpolitischen Entwicklungen nach 1949 besonders den Olympischen Spielen 1972 in München widmet.
Kurzfassung auf Englisch: The central theme of the doctoral thesis is the development of the German question in the field of sports up to and at the 1972 Summer Olympics in Munich. The contemporary-historical study places special emphasis on the reciprocal influences of sports and politics.
This period, in which both German states fought for recognition, sole agency, and supremacy in sports, was of crucial importance to the East-West German sport history and the history of their respective sports associations. The sports policy of the GDR was generally aligned to the foreign and German policy concepts of the SED, whereas in West German politics, the problematic situation of the two-state solution led to an increasing interest in sports. Over the course of this discussion, the varied interests of sports officials and politicians were at times diametrically opposed to one another while at others sports organisations and the administration formed an alliance.
The IOC’s vote for Munich in 1966 and the independent participation of a national team of the GDR were a significant challenge for both German states. On the one hand, the government of the GDR was concerned about successful perfomances in sports and thus a continuous presentation of the symbols of its state and a corresponding negative image of West Germany, while on the other hand it worried about its citizens’ reliability. The GDR made a huge effort to deliberately select and prepare all the athletes, tourists, journalists, artists, students and pupils that travelled to Munich. The West German government regarded the Games as a welcome opportunity to present the “modern Germany” to the world. However, until 1968 the participation of the independent team of the GDR seemed to be an insurmountable obstacle – after all the symbols of the German Democratic Republic were banned by law in West Germany.
Files and documents of the sports organisations and governments of both German states, of
the IOC as well as the respective intelligence services form the basis of this study, which, following a detailed investigation of the sports-political developments after 1949, focuses especially on the 1972 Summer Olympics in Munich.

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