FAQ
© 2015 Staats- und Universitätsbibliothek
Hamburg, Carl von Ossietzky

Öffnungszeiten heute09.00 bis 24.00 Uhr alle Öffnungszeiten

Eingang zum Volltext in OPUS

Hinweis zum Urheberrecht

Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-47370
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2010/4737/


Perioperative hämodynamische und respiratorische Evaluation bei der Ein-Lungenventilation in der Thoraxchirurgie

Hasbach, Ted

pdf-Format:
 Dokument 1.pdf (773 KB) 


Freie Schlagwörter (Deutsch): Ein-Lungenventilation , transkardiopulmonale Thermodilution , EVLWI , Hämodynamik
Basisklassifikation: 44.84 , 44.66
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Reuter, Daniel (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 07.07.2010
Erstellungsjahr: 2010
Publikationsdatum: 25.08.2010
Kurzfassung auf Deutsch: Ziel dieser Studie war es festzustellen, welche hämodynamischen Konsequenzen aus der ELV resultieren. Des Weiteren sollte überprüft werden, ob die Beatmung mit ELV in der unmittelbaren postoperativen Phase zu einer Einschränkung der pulmonalen Funktion führt, diese von der Länge der ELV abhängig ist und ob der mittels transkardiopulmonaler Thermodilution erhobene Parameter EVLW frühzeitig diese Änderung erfassen kann.
Hierzu wurden Patienten, die sich einer thorakalen Operation mit ELV unterzogen, in zwei Gruppen eingeteilt. Als Gruppe A wurde die Gruppe mit einem lungenchirurgischen Eingriff und kürzerer ELV bezeichnet. Als Vergleich dazu diente die Gruppe B mit einer Oesophagusresektion und längerer ELV. Alle Messungen wurden intraoperativ und bis 24 Stunden postoperativ auf der Intensiv- beziehungsweise IMC-Station durchgeführt.

In beiden Gruppen konnte kein Abfall des HZV während und nach der ELV nachgewiesen werden, es kam sogar in beiden Gruppen schon während der ELV zu einem Anstieg des HZV, der in der Gruppe B signifikant war.

In der Gruppe B zeigte sich das EVLW als Parameter, der tendenziell zwar im Verlauf anstieg, aber nicht in dem Maße, dass er eine zuverlässige Vorhersage über die möglichen postoperativen pulmonalen Komplikationen machen kann. In der Gruppe A konnte dies, wenn auch mit einem Abfall des EVLW, bestätigt werden. Zwar bestand ein signifikanter Unterschied zwischen den Gruppen zum letzten Messzeitpunkt 24 Stunden postoperativ, aber das EVLW zeigte zu keinem Zeitpunkt eine signifikante Korrelation zu dem Horovitz-Quotienten, der einen geeigneten Parameter bei Störungen des Gasaustausches darstellt. Die intubationspflichtigen respiratorischen Komplikationen der Gruppe B traten allerdings im Mittel am fünften postoperativen Tag ein, zu diesem Zeitpunkt war das Studienprotokoll bereits beendet und mögliche Anstiege des EVLW konnten nicht mehr erfasst werden. Für zukünftige Studien sollte ein längerer postoperativer Meßzeitraum eingeplant werden.

Anhand dieser Ergebnisse kann festgestellt werden, dass die ELV bei sonst kardial gesunden Patienten zu keiner hämodynamischen Instabilität führt und sicher eingesetzt werden kann. Aufgrund der geringen Invasivität des Verfahrens der transpulmonalen Thermodilution kann der Einsatz bei großen thorakalen Eingriffen mit hohen Volumenumsätzen und mit zu erwartenden pathophysiologischen Veränderungen des systemischen Kreislaufs sowie bei zu erwartender langer Ein-Lungenventilationszeit empfohlen werden. Bei lungenchirurgischen Eingriffen mit kürzerer Phase der ELV und direkter postoperativer Extubation, zum Beispiel atypische Lungenteilresektionen und Lobektomien, kann auf das Verfahren verzichtet werden.

Zugriffsstatistik

keine Statistikdaten vorhanden
Legende