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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-47839
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2010/4783/


Retrospektive Studie über die Komplikationsrate von Orbitabodenfrakturen durch ein resorbierbares Patch

Becker, Catharina

pdf-Format:
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SWD-Schlagwörter: Augenhöhle , LeFort-Bruch , Dreidimensionale Rekonstruktion , Komplikation
Freie Schlagwörter (Deutsch): Orbitabodenrekonstruktionen , Mittelgesichtsfraktur, resorbierbares Patch, Komplikationsrate,
Basisklassifikation: 44.96
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Blake, Felix (PD Dr.Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 02.06.2010
Erstellungsjahr: 2010
Publikationsdatum: 25.10.2010
Kurzfassung auf Deutsch: Ziel dieser Studie war es, die Langzeitkomplikationen des alloplastischen Materials, der PDS-Folie von Ethisorb mit denen des Titanmesh aus der aktuellen Literatur, die beide zur Rekonstruktion von Orbitabodenfrakturen verwendet werden, zu untersuchen.
Es wurden die Ergebnisse aus einer statistischen Auswertung der PDS-Folie von Ethisorb, die über einen Zeitraum von drei Jahren in der mund-, kiefer- und gesichtschirurgischen Abteilung des Universitätsklinikum Hamburg- Eppendorf nachuntersucht wurden, erfasst und mit denen der aktuellen Literatur über die Verwendung eines alternativen Materials, dem individuell präformierten Titan Mesh verglichen.
Die Untersuchung umfasste die Analyse von prä- und postoperativen Daten aus den Patientenakten, einer klinischen Nachuntersuchung nach ca. ein bis eineinhalb Jahren nach der Operation und der Auswertung eines Fragebogens. Die 127 untersuchten Patienten teilten sich in 89 Männer und 38 Frauen auf. Das durchschnittliche Alter lag bei 42,32 Jahren. Die Untersuchungsschwerpunkte umfassten die Entwicklung von Diplopie, Bulbusmotilität, Hypästhesie im Bereich des Nervus infraorbitalis und dem möglichen Auftreten eines Enophthalmus.
Bei der Indikation einer operativen Defektdeckung der aufgetretenen Frakturen der vergangenen drei Jahre konnte Polyglactin/Poly-p dioxanon in dieser Studie gute Ergebnisse hinsichtlich der Entwicklung von traumatisch bedingter Diplopie und Einschränkung der Bulbusmotilität liefern. Auch in Bezug auf die Hypästhesie konnte Polyglactin/Poly-p-dioxanon den Anforderungen an moderne Rekonstruktionsmaterialien gerecht werden. Es konnten keine Sensibilitätsstörungen im Operationsfeld festgestellt werden. Bei der Prävention oder Korrektur eines Enophthalmus konnten ebenfalls akzeptable Ergebnisse erzielt werden.
Aus den Ergebnissen kann deutlich erkannt werden, dass die PDS-Folie in einem festgelegten Zeitraum von ein bis drei Wochen post operativ in Bezug auf Doppelbilder und Sensibilitätsstörungen keine wesentlichen Schwierigkeiten erkennen lassen konnte. Lediglich 3,9% aller Patienten wiesen noch Doppelbilder und 5,9% Sensibilitätsstörungen auf. Nach einem längeren Zeitraum, der hier bei ein bis zwei Jahren nach dem Eingriff liegt, konnten hier, wie oben bereits genannt, keine Einschränkungen mehr durch die PDS-Folie festgestellt werden.
Bei der Entwicklung der Hypästhesie stellte sich die PDS-Folie mit keinen Schwierigkeiten (im Vergleich zu Titan) als besser heraus. Wichtig ist jedoch in beiden Bereichen der Verarbeitung der unterschiedlichen Materialen, dass man neben der Verträglichkeit des Materials die Umstände und das Ausmaß des Unfalls, sowie die chirurgische Leistung nicht außer Acht lässt.
Bei der Befragung der Patienten mit Hilfe eines Fragebogens, die sich rein auf den Erhalt der Lebensqualität stützte, konnte kein wesentlicher Verlust derer festgestellt werden. Berichten zu Folge kamen bei vereinzelten Patienten Schwierigkeiten auf, dennoch war nicht zu erschließen, ob diese als Nachwirkungen der vorangegangenen Fraktur und deren Versorgung gesehen werden kann.
Schlussfolgernd ist für die Verwendung der PDS-Folie und Titan zu sagen:
1. Die PDS-Folie als Material für die Rekonstruktion von Orbitabodenfrakturen ist bei gering oder nicht dislozierten Frakturen mit kleinen Defekten (von 2x2 cm) sehr gut geeignet.
2. Bei Frakturen, für die beide Materialien indiziert sind, muss der größere Arbeitsaufwand eines individuell vorgebogenen Titan Mesh gegen die einfachere Verwendung der PDS-Folie abgewogen werden.

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