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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-48317
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2010/4831/


Hans Koopmann (1885-1959) - Leben und Werk eines Hamburger Gerichtsmediziners

Schwarz, Alexandra Riana

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SWD-Schlagwörter: Tuberkulose , Deutschland / Gesetz zur Regelung der Wiedergutmachung nationalsozialistischen Unrechts für Angehörige des öffentlichen Dienstes
Freie Schlagwörter (Deutsch): Rechtsmedizin , Hamburger Universität , Nationalsozialismus , Atavismus, Kastration
Basisklassifikation: 44.01
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Schmiedebach, Heinz-Peter (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 21.10.2010
Erstellungsjahr: 2009
Publikationsdatum: 01.11.2010
Kurzfassung auf Deutsch: Das Leben des Hamburger Gerichtsmediziners Hans Koopmann (1885-1959) wird nach drei Gesichtspunkten untersucht: Zunächst wird die Nichternennung Koopmanns zum Ordinarius der Gerichtsmedizin in Hamburg während der nationalsozialistischen Herrschaft behandelt. Dabei wird detailliert auf die Gründe des Scheiterns seiner akademischen Laufbahn eingegangen. Vielfach wurde die nicht arische Abstammung der Ehefrau Koopmanns diskutiert.
Der zweite Schwerpunkt liegt auf der Aufstellung der wissenschaftlichen Themen Koopmanns anhand seiner Publikationen. In den Jahren zwischen 1920 und 1928, sowie zwischen 1935 bis 1940, in denen Koopmann sich intensiv der Lehr- und Forschungsarbeit widmete, entstanden die meisten seiner insgesamt 59 Publikationen. In den ersten Jahren kristallisierte sich die Diagnostik der Tuberkulose mit der prozentual abgestuften Ponndorf-Impfmethode als Forschungsschwerpunkt heraus. Zwischen 1935 bis 1940 publizierte er über Atavismen in Form der Hyperthelie, über die Histologie Hoden kastrierter Sittlichkeitsverbrecher und sah die die Kriminalität in erbbiologischen Zusammenhängen.
Der dritte Schwerpunkt liegt auf den zahlreichen gerichtsmedizinischen Gutachten in Form von erb-, rassenbiologischen wie auch Kastrationsgutachten, die Koopmann in der Funktion als Physikus der Gesundheitsbehörde anfertigte. Koopmann zeigte sich als ausdrücklicher Befürworter von Kastrationen bei Sittlichkeitsverbrechern und Homosexuellen.

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