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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-48846
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2010/4884/


Histologische und histomorphometrische Untersuchung von Mineralisationsstörungen des Knochens unter besonderer Berücksichtigung des Serum-Vitamin D-Spiegels anhand von 1874 Beckenkammbiopsien

Histologic and histomorphometric analysis of bone mineralization defects with special focus on the vitamin D serum level in 1874 iliac crest bone biopsies

Netter, Clemens Michael

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Vitamin D, Mineralisationsstörungen des Knochens, Histomorphometrie, UVB-Strahlung
Freie Schlagwörter (Englisch): vitamin D, bone mineralization defects, histomorphometry, UVB radiation
Basisklassifikation: 44.76 , 44.35 , 44.89
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Amling, Michael (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 05.11.2010
Erstellungsjahr: 2010
Publikationsdatum: 23.11.2010
Kurzfassung auf Deutsch: Bei der vorliegenden Untersuchung von 1874 Personen konnte gezeigt werden, dass die [25(OH)D3]-Konzentration saisonalen Schwankungen unterliegt, wobei in den wärmeren und sonnigeren Monaten (April bis September) ein kontinuierlicher Anstieg und in den kälteren und weniger sonnigen Monaten (Oktober bis März) ein kontinuierlicher Abfall beobachtet werden konnte.
Neben der Einflussgröße Jahreszeit wurden auch der Body Mass Index (BMI) und das Alter untersucht. Sowohl Personen mit einem BMI kleiner als 18,5 (Untergewicht gemäß WHO) also auch Personen mit einem BMI größer als 30 (Adipositas gemäß WHO) weisen signifikant niedrigere [25(OH)D3]-Konzentrationen auf als Personen mit einem normalen BMI (18,5 – 24,99 gemäß WHO). Auch das Alter scheint eine Rolle zu spielen, die [25(OH)D3]-Konzentration nimmt mit zunehmendem Alter stetig ab [90].
Angesichts der Auswirkungen eines Vitamin D-Mangels, sowohl auf den Knochen als auch auf die Gesundheit im Allgemeinen, erscheint es sinnvoll eine adäquate Versorgung mit Vitamin D zu gewährleisten. Bis heute gibt es allerdings keinen einheitlichen Konsens darüber, was die „optimale“ [25(OH)D3]-Konzentration angeht. Aufgrund der Ergebnisse dieser Arbeit lässt sich zumindest in Bezug auf die Knochengesundheit feststellen, dass ein Wert von 30 µg/l erstrebenswert ist, da bei keiner der untersuchten Personen, die Konzentrationen von mindestens 30 µg/l [25(OH)D3] aufwiesen, pathologisch erhöhte Osteoidwerte (OV/BV, OS/BS, O.Th.) auftraten.
Aufgrund der Tatsache, dass die dafür notwendige Aufnahme von Vitamin D über die Nahrung nicht zu gewährleisten ist, es in Deutschland – im Gegensatz zu anderen Ländern – nach wie vor nicht erlaubt ist, Nahrungsmittel mit Vitamin D zu versetzen, und angezweifelt werden muss, ob die UVB-Strahlung in Deutschland (Geographische Breite: ca. 48° (München) bis 54° (Sylt)) gerade in den Wintermonaten für adäquate endogene Vitamin D-Synthese in der Haut ausreichend ist, sollte für die Bevölkerung in Deutschland in Erwägung gezogen bzw. empfohlen werden, Vitamin D oral zu substituieren.

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