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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-48855
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2010/4885/


Fehleranalyse von 147 Frühversagern in der Kappenendoprothetik. Eine Analyse der Zementierung und des Zement-Knochen Interface

Breer, Stefan Thomas

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Basisklassifikation: 44.99
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Amling, Michael (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 05.11.2010
Erstellungsjahr: 2010
Publikationsdatum: 07.12.2010
Kurzfassung auf Deutsch: Der Oberflächenersatz der Hüfte ist eine hervorragende Alternative zur Behandlung degenerativer Hüfterkrankungen bei jungen und aktiven Patienten. Jedoch kommt es auch in der neusten Prothesengeneration noch immer zu einer hohen Frühversagerquote. Das Studienziel bestand darin die Zementierungsqualität frühversagter Kappenprothesen daraufhin zu untersuchen, ob sich Abweichungen von Zementierungs-Richtlinien negativ auf die Haltbarkeit der Implantate auswirken. Außerdem sollten histologische Veränderungen am Knochen-Zement Interface analysiert werden. In einer internationalen Studie wurden 147 frühversagende Kappenendoprothesen aufbereitet und morphologisch, röntgenologisch und histologisch ausgewertet. Hierbei wurden für jede Seite des Kappenstiels drei Interessenbereiche bestimmt und jeweils der Zementstatus erhoben. Die morphologische Analyse des Zementmantels ergab, dass lediglich in 26,4% der Fälle ein Zementmantel in empfohlener Stärke von 1-2mm in allen Interessensregionen vorlag. Bei der Auswertung der Zementpenetration konnten nur 0,8% der Fälle in allen Interessensregionen eine Penetration in der empfohlenen Norm von 3 bis 5 mm vorweisen. Des Weiteren wurden bei insgesamt 118 Fällen zur Analyse der Interfaceregion quantitative histomorphometrische Daten erhoben. Bei den histologischen Untersuchungen zeigten sich 12 Fällen mit einer Hyperosteoidose am Knochen-Zement Übergang. Bei diesen Fällen ergab sich eine tendenziell längere Implantationsdauer (287 Tage vs. 217 Tage) (p=0,078). 75% der Mineralisationsstörungen traten bei weiblichen Patienten auf (p=0,027). Im Vergleich zu einer Kontrollgruppe ohne Exposition zu Knochenzement konnte gezeigt werden, dass sowohl die Osteoidoberfläche wie auch das Osteoidvolumen am Interface signifikant erhöht ist, während das reguläre Osteoid in den übrigen Spongiosaabschnitten nicht zu unterscheiden war.
Die Ergebnisse zeigen, dass ein Großteil der Fälle zwar von der empfohlenen Zementierungsnorm abweichen, jedoch stellt lässt sich kein direkter Zusammenhang zwischen Zementierung und frühen Prothesenausfällen dar. Es konnte aber gezeigt werden, dass der Zement direkten Einfluss auf das Knochengewebe hat, so dass er mit Bedacht verwendet werden sollte.

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