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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-48971
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2010/4897/


Prospektive Prozessanalyse und pharmakoökonomische Untersuchung in der Kardioanästhesie unter Verwendung des Narcotrend-Monitors zur Beurteilung der Narkosequalität

Gebauer, Florian

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SWD-Schlagwörter: Anästhesie , Herzchirurgie , Prozessanalyse <Prozessmanagement> , Kostenanalyse , Elektroencephalogramm
Freie Schlagwörter (Deutsch): Neuromonitoring, Medikamentenanwendung, TIVA, balancierte Anästhesie
Freie Schlagwörter (Englisch): awareness
Basisklassifikation: 44.66
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Friederich, Patrick (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 01.11.2010
Erstellungsjahr: 2010
Publikationsdatum: 29.11.2010
Kurzfassung auf Deutsch: Bei der vorliegenden Arbeit handelt es sich um eine perioperative Prozessanalyse und pharmakoökonomische Evaluation in der Kardioanästhesie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf. Die Untersuchung erfolgte an 150 Patienten, welche einem kardiochirugischen Eingriff (aorto-koronarer Bypass und/oder Herzklappenersatz) unter Einsatz der Herz-Lungen-Maschine unterzogen wurden. Zur Erhebung der Prozessqualität wurde, neben dem klinischen Routinemonitoring, der Narcotrend-Monitor eingesetzt. Dieser ist in der Lage EEG’s zu analysieren und die Schlaftiefe in Form eines numerischen Index (100 – 0) wiederzugeben.
Zunächst erfolgte die Qualitätserhebung der bislang durchgeführten Anästhesien (Gruppe ALT). Davon ausgehend erfolgte unter Narcotrend-Monitoring die sequentielle Entwicklung von drei Narkoseverfahren, die im Hinblick auf Narkosesicherheit, ökonomische Aspekte und postoperative Prozesse analysiert wurden (Gruppe SMP, ISMP und IRMP). Mit allen untersuchten Narkoseverfahren konnten sichere Anästhesien durchgeführt werden. Der Narcotrend-Monitor war in der Lage die Schlaftiefe während der gesamten Operation korrekt wiederzugeben. Es konnten drei Fälle drohender, intraoperativer Wachheit erkannt und verhindert werden (Inzidenz 2%). Eine Korrelation zwischen hämodynamischen Parametern und dem Narcotrend-Index lies sich nicht nachweisen. Für die Zeit der hypothermen extrakorporalen Zirkulation kam es in allen Gruppen zu einem signifikanten Absinken im Narcotrend-Index, der Narcotrend war auch in diesen Phasen in der Lage das EEG zu erkennen und automatisiert zu analysieren.
Es zeigten sich signifikante Unterschiede im Medikamentenverbrauch und in den damit verbundenen verursachten Kosten. Durch den Einsatz von standardisierten Narkoseverfahren konnten zwar die Kosten signifikant gegenüber der Gruppe ALT gesenkt werden, dieses hat jedoch klinisch eine untergeordnete Relevanz, da die Einspareffekte durchschnittlich lediglich € 1,81 pro Narkose betrugen. Die mediane Nachbeatmungszeit auf der Intensivstation zeigte keine signifikanten Unterschiede zwischen den Gruppen und betrug im Median 10,0 Stunden (4,5 – 44 Stunden), die mediane Verweildauer auf der Intensivstation betrug 2 Tage (1 – 44 Tage) und war ebenfalls nicht signifikant zwischen den Gruppen.
Es konnte gezeigt werden, dass der Einsatz von fast-track Anästhesieprotokollen mit Einsatz von Remifentanil nicht mit in einer schnelleren Extubation oder Verlegung von der Intensivstation einhergeht, dafür signifikant höhere Medikamentenkosten erzeugt wurden.
Die erhobenen Daten führen zu dem Schluss, dass durch den Einsatz eines Neuromonitoring-Systems die Patientensicherheit erhöht werden kann. Nach den vorliegenden Daten kann davon ausgegangen werden, dass die postoperativen Prozesse nicht an das verwendete Narkoseverfahren gekoppelt sind.

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