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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-49378
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2010/4937/


Ein ontologisches Rahmenwerk für Kooperationsunterstützung bei evolutionärer und partizipativer Systementwicklung

An ontological framework for cooperation support by evolutionary and participatory system development

Bendoukha, Lahouaria

pdf-Format:
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SWD-Schlagwörter: Kooperationsunterstützung , Organisationsentwicklung , evolutionäre und partizipative Softwareentwicklung , ontologisches Rahmenwerk
Freie Schlagwörter (Deutsch): Kooperationsmodellierung , Verstehens- und Design-Prozesse , Protégé-2000 , mehrstufige Lernprozesse
Freie Schlagwörter (Englisch): Cooperation support , organizational change , evolutionary and participatory software development , cooperation modeling , ontological framework
Basisklassifikation: 54.52
Institut: Informatik
DDC-Sachgruppe: Informatik
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Floyd, Christiane (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 16.12.2009
Erstellungsjahr: 2009
Publikationsdatum: 15.12.2010
Kurzfassung auf Deutsch: Die Gestaltung der Kooperationsunterstützung ist eine komplexe Aufgabe für Systementwickler. Sie umfasst einen gezielten Veränderungsprozess, bei dem unterschiedliche Stakeholders
innerhalb und außerhalb der Organisation beteiligt sind. Kooperationsmodellierung soll nicht nur die Identifizierung sowie das Verstehen der aktuellen Situation der kooperativen Arbeit ermöglichen, sondern auch die Antizipation der aus der Einbettung des zukünftigen Systems ergebenden Veränderungen, sodass das System ständig an die permanenten Veränderungen angepasst werden kann. Verstehens- und Design-Aktivitäten müssen dann gleichzeitig berücksichtigt werden, d.h. die Ausrichtung der Software- mit der Organisationsentwicklung wird verlangt und muss explizit im Entwicklungsprozess selbst integriert werden.
Die Orientierung auf die Anwendungswelt bei evolutionären und partizipativen Softwareentwicklungsansätzen betrachtet die Lern- und Kommunikationsprozesse als Hilfsmittel für die gleichzeitige Berücksichtigung der Verstehens- und Design-Aktivitäten. In diesem Kontext lässt sich die Frage nach den Ursachen der damit verbundenen Komplexität spezieller stellen: In wieweit können die Methoden und Vorgehensweisen in der Softwaretechnik die Wechselwirkung der Verstehens- und Design-Aktivitäten bei der Systemgestaltung und die daraus entstehenden Synergieeffekte unterstützen und dabei gleichzeitig erzielte mehrstufige Lernprozesse mit einer benötigten Vielzahl von Organisations-, Arbeits- und Software-Sichten initiieren? Diese werden als neue Anforderungen für die Kooperationsunterstützung betrachtet. Ein neuer Kooperationsmodellierungsansatz und neue Konzepte und Vorgehensweisen, um die bislang gegenüberstehenden Sichtweisen für Verstehens- und Designaktivitäten gleichzeitig wahrnehmen zu können, sind erforderlich.
Ein integrativer Kooperationsmodellierungsansatz wird im Rahmen dieser Dissertation vorgestellt. Die Lösung besteht in der Erweiterung der Softwareentwicklung über das Einzelprojekt hinaus, um auch die Organisationsentwicklung sowie ihre kontinuierliche Wechselwirkung in Lernzyklen explizit einzubeziehen. Eine entsprechende interdisziplinäre Begriffsbildung zu den herausgearbeiteten Kooperationssichten wird in einem konzeptuellen Rahmenwerk zusammengelegt. Das darauf aufgebaute ontologische Rahmenwerk für Kooperationsunterstützung (ORKU) erlaubt die semantische Anreicherung der Entwicklungsdokumente und wird dadurch die Unterstützung der wechselseitigen Lern- sowie Design-Prozessen ermöglichen. Seine Einbettung zeigt, wie sich die multidisziplinäre Betrachtungsweise der Kooperation im Entwicklungsprozess verwirklichen lässt. Der implementierte Prototyp anhand von Protégé-2000 zeigt die technische Umsetzbarkeit von ORKU auf.
Kurzfassung auf Englisch: Designing cooperation support characterizing work practices in organizations is a complex task for system developers. It should be considered as a change process requiring the participation of various stakeholders within and outside the organization, where the future system will operate. Cooperation modeling should not only allow the identification and understanding of the actual work practices, but also permit the anticipation of the changes the future system will initiate, so that the system could be kept adaptable to the continuously changing environment. Accordingly, both understanding and design activities have to be simultaneously taken into account, i.e. the alignment of software development with the organizational change is needed and should be explicitly integrated into system development and embedding processes.
Application-oriented system development, as a principle focus of participatory and evolutionary software development approaches, takes into consideration learning and communication processes as means for taking into account simultaneously understanding and design activities. In this context, the reasons which lead to the resulting complexity can be specifically summarized: At which level are the methods and procedures in the software engineering able to support the interactions between understanding and design activities during system design, as well as the resulting synergy effects, and to initiate simultaneously the multi-level learning processes across the multitude of necessary organizational, work practices and system views? These are the new requirements for cooperation support. A new cooperation modeling approach, new concepts and methods are needed, in order to perceive simultaneously the so far opposite views for understanding and design activities.
An integrative cooperation modeling approach is proposed in this dissertation. The research idea consists in the extension of the software development process beyond the scope of a unique project lifecycle, in order to integrate explicitly also the organizational change processes as well as their continuous interaction through learning cycles. An appropriate interdisciplinary paradigm corresponding to the resulting cooperation views is consolidated together into a conceptual framework.
The ontological framework for cooperation support (ORKU) is built on this conceptual background. It allows the semantic enrichment of development documents and may therefore be adapted for supporting the reciprocal learning and design processes. The embedding of ORKU shows how the multidisciplinary view of the cooperation could be carried into the development process. The implemented prototype based on Protégé-2000 highlights the practicability and the feasibility of a technical realization of ORKU.

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