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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-49651
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2011/4965/


Das traumatisierte Herz - Befunde der bildgebenden Diagnostik bei Verstorbenen und Lebenden

Heart injury- Imaging findings of heart injury in the living and deceased

Vogel, Beatrice

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SWD-Schlagwörter: Bildgebendes Verfahren , Hamburg / Institut für Rechtsmedizin , Stumpfe Verletzung , Herz , Kardiovaskuläres System , Herzkammer ,Virtuelle Endoskopie
Freie Schlagwörter (Deutsch): Post mortem CT, Herzverletzung, Virtuelle Autopsie, Pneumoangiographie, Forensische Radiologie
Freie Schlagwörter (Englisch): Heart injury, Post mortem CT, Virtual autopsy, pneumoangiography, forensic radiology
Basisklassifikation: 44.72 , 44.64
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Püschel, Klaus (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 16.12.2010
Erstellungsjahr: 2010
Publikationsdatum: 14.01.2011
Kurzfassung auf Deutsch: Einführung und Fragestellung: Ausgangspunkt der eigenen Untersuchungen war die Frage, ob sich Herzverletzungen in der bildgebenden Diagnostik darstellen lassen, welche Befunde es bei Lebenden und Verstorbenen gibt und welche Herzverletzungen bisher nicht dargestellt wurden.

Material und Methode: Es wurden Befunde der bildgebenden Diagnostik von Herzverletzungen und Begleitverletzungen von 22 Lebenden, 21 Verstorbenen und 73 Fallbeschreibungen, sowie Herzverletzungen aus 139 Sektionsprotokollen gesammelt und ausgewertet. Bei 16 Verstorbenen wurden neue bildgebende Verfahren zur Darstellung des Herzens bei Verstorbenen wie post mortem CT, die Pneumoangiographie, die virtuelle Kardioendoskopie und die Darstellung der Koronargefäße angewandt.

Ergebnisse: Es gab unterschiedliche Verletzungen bei Lebenden und Verstorbenen. Die Verletzungen des Verstorbenen waren in der Regel ausgedehnter als die des Lebenden. Es stellte sich ein Vollbild dar, dass beim Lebenden zunächst nicht erreicht wird, wie z.B. ausgedehnte Herzbeuteltamponade und Hämatothorax oder der komplette Abriss einer Herzhöhle oder herznaher Gefäße. Beim Lebenden fanden sich z.B. geringere Perikardergüsse, Anrisse herznaher Gefäße und Herzhöhlen, Pseudoaneurysmen oder intramurale Hämatome, die zunächst das Überleben ermöglichen.
Beim Lebenden waren nicht alle Verletzungen darzustellen. Die Verletzungen waren geringer, wie z.B. Myokardrupturen. Bei Verstorbenen war die Darstellung einfacher, da Strahlenbelastung, Vermeidung unnötiger Belastung durch Umlagerung und Wiederholung und überlagernde Artefakte wie Atmung und Herzschlag entfallen. Zudem besteht die Möglichkeit der Verifizierung durch die Autopsie.

Zusammenfassung: Nicht alle bildgebende Verfahren waren gleich geeignet alle Verletzungen darzustellen. Während z.B. die Nativröntgenuntersuchung gut zur Darstellung von Fremdkörpern war, war die Computertomographie oder Echokardiographie besser zur Lokalisation in eine einzelne Herzhöhle. Auf der anderen Seite ließ sich die Nativröntgenuntersuchung für den ersten Hinweis auf eine Hernierung des Herzens einsetzen. Die bildgebende Diagnostik eignete sich Herztraumata darzustellen. Es ließen sich direkte und indirekte Zeichen einer Herzverletzung in der bildgebende Diagnostik benennen. Es gab unterschiedliche Befunde bei Lebenden und Verstorbenen und Grenzen der bildgebenden Diagnostik. Ein fehlender bildgebender Nachweis schloss eine Verletzung nicht aus.
Kurzfassung auf Englisch: Introduction and purpose: Can heart injuries be shown in diagnostic imaging? Which kinds of heart injury can be seen in the diagnostic imaging of the living and deceased and which heart injuries weren’t described before?

Material and method: imaging findings of heart injuries and accompanying injuries of the chest were collected and analyzed in 22 living, 21 deceased, 73 case reports and 139 autopsies. Additionally, there was a series of experimental diagnostic imaging, carried out on 16 deceased with post mortem CT, pneumoangiography and virtual cardioendoscopy and imaging of the coronary vessels.

Results: There were different injuries in the living and deceased. The injuries of the deceased were more extensive than the heart injuries of the living. The deceased showed a full-blown state of injury, which couldn’t be survived, with extensive pericardial tamponade and hematothorax or the complete demolition of the heart structures or heart near vessels.
Alternatively, slighter pericardial effusions, incipient cracks of heart near vessels and the heart structures, pseudo-aneurysms or intramural hematomas, which make surviving possible at first, were found in the living.

There were limits in the diagnostic imaging of the living. The injuries were slighter, like the ruptures of the myocardium. There are also key issues which are not a factor when imaging the deceased. These include radiation exposure, avoidance of unnecessary loading due rearrangement and repetition. Furthermore, overlaying artefacts like breathing and heartbeat are dropped with the deceased. Additionally, there is the possibility of verification by the autopsy.

Not all of the diagnostic imaging methods were suited to show every injury. E.g., the X-raying was suited for showing foreign bodies, Computed Tomography or echocardiography fitted for localization in the structures of the heart. X-raying could be used for the first indication of a hernation of the heart.

Conclusion: Diagnostic imaging is suited for imaging heart injuries. Direct and indirect signs of heart injuries in diagnostic imaging could be described. There were different imaging findings in living and deceased and limits in diagnostic imaging. A missing imaging finding couldn’t exclude a heart injury.

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