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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-49673
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2011/4967/


A Model for an ePortfolio-based Reflective Feedback: Case Study of eLearning in Developing Countries

Ein Modell für eine ePortfolio-basierte Reflektierende Feedback: Fallstudie von eLearning in Entwicklungsländern

Beyene, Berhanu

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Freie Schlagwörter (Englisch): ePortfolio , eLearning , eFacilitation , Reflective Feedback , Critical Success Factors
Basisklassifikation: 54.30 , 54.80 , 54.04
Institut: Informatik
DDC-Sachgruppe: Informatik
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Möller, Dietmar P. F. (Prof. Dr.-Ing.)
Sprache: Englisch
Tag der mündlichen Prüfung: 31.07.2010
Erstellungsjahr: 2010
Publikationsdatum: 14.01.2011
Kurzfassung auf Deutsch: In den letzten Jahrzehnten wurden Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) im Bildungsbereich (genannt eLearning) einerseits verstärkt als Forschungs- und Studienrichtung zur Verbesserung des Lernens eingesetzt, und andererseits die IKT als Werkzeug alle Facetten von Bildung und Ausbildung in ausnahmslos allen Ländern überschwemmt haben. Wenn es allerdings darum geht, eLearning in Entwicklungsländern (DCs) einzusetzen ist, scheint es, dass es entweder versteckte Annahmen gibt oder aber die Diskussion wird lediglich auf Herausforderungen vor allem der technologischen Infrastruktur und Mangel an qualifizierten Experten fokussiert. Tatsächlich aber hat das eLearning neben den unbestreitbaren Herausforderungen auch beachtliche Chancen mitgebracht. Diese sind z.B. die Behebung der Zugangsprobleme, eine Verbesserung der Qualität in der Hochschulbildung in Entwicklungsländern, und die Möglichkeit zu einer Form von lebenslangen und lebensbegleitenden Lernen zu ändern und damit den Sprung in eine wissensbasierte sozio-ökonomische Gesellschaft zu vollziehen.

Dennoch bleiben Annahmen auf beiden Herausforderungen und Möglichkeiten eher nur theoretisch, vor allem weil es kaum möglich ist, dieser am besten (oder schlecht) Praktiken (Fallstudien) zu finden. Darüber hinaus sind Erfahrungen in den Industrieländern auch schwierig, Benchmark oder replizieren, da das sozio-ökonomischen und technologische Umfeld anders ist. Damit ist die primäre Fragestellung der Forschungsarbeit "Was macht eLearning anders DCs?"

Um diese Frage zu beantworten, wurden im Hintergrund der vorliegenden Arbeit Umfragen durchgeführt und damit die Erforschung des theoretischen und analytischen Rahmens zunächst auf die Definition der als kritisch angesehenen Erfolgsfaktoren (Critical Success Factors CSF), d.h. Zugang zu und Nutzung der technischen Infrastruktur, Selbstwirksamkeit, gruppen-basiertes eLearning, Verwendung von ePortfolio für reflektierendes Feedback reduziert, und kontextualisiert auf die Eigenschaften des eLearning in Entwicklungsländern bezogen. Neben dem Argument, dass eLearning in einem verschiedenartigen komplexen Netzwerk von Akteuren stattfindet, unter Einschluss der technischen Infrastruktur, der Bildungseinrichtungen und der Lernenden, wurden die analytischen Ansätze besonders hinsichtlich der CSF auch durch die Akteur-Netzwerk-Theorie (ANT) unterstützt. Darüber hinaus wurden die methodische Verfahren auf Grundlage qualitativer Forschungsansätze im Rahmen von "Grounded Theory", Situationsanalyse, Fallstudien und Aktionsforschung entwickelt und durchgeführt.

Hierzu wurden vier Zyklen von Fallstudien durchgeführt, die sich jeweils auf das
Forschungsrahmenwerk und eine spezifische Fragestellung bezogen. Die erste drei Fallstudien wurden auf der Grundlage von Fragen: 'Wie können wir Feedback des eLearners über eLearning-Umgebung und -Prozess erfassen?', speziell über Technikzugang und -Nutzung, Selbsteinschätzung, Internetnutzung und gruppenbasiertem eLearning umgesetzt. Die Erkenntnisse aus den iterativen Fallstudien legten den Schluss nahe, ePortfolio-basiertes reflektives Feedback zu nutzen. In diesem Zusammenhang waren die aufgeworfenen Fragen: 'Könnte es möglich sein, die erforderlichen Rückmeldungen mit einem ePortfolio kontinuierlich zu erfassen?' (d.h. zu verarbeiten und zu speichern) und 'Können wir eLearning und eFacilitating durch den Einsatz von ePortfolio als Repositorium von reflektierenden Feedbacks verbessern?'. Um mit diesen Fragen umzugehen, wurde es ein demonstratives ePortfolio entwickelt. Das Ziel war das Feekback information aus der kritischen Faktoren die in der vorangegangenen Fallstudien abgeleitet worden sind, zu erfassen. Um die Gültigkeit des Artefakts von dem demonstrativen ePortfolio beurteilen zu können, die Meinungen von Experten wurde betrachtet. Anschließend, es wurde, aufbauende auf das demonstratives ePortfolio, ePortfolio Prototyp (Basic ePortfolio' genannt) wurde für den vierten Zyklus der Fallstudien implementiert und eingesetzt.

Aufgrund des eingesetzten ePortfolio sind die Rückmeldungen aus der eLearning Umgebung und dem eLearning Prozess, die zur Verbesserung der Kommunikation, Interaktion und eFacilitation beitrugen, besser gewonnen worden. Damit konnten die zyklischen iterativen Fallstudien abgeschlossen und die Ergebnisse diskutiert werden.

Aus der vorgestellten Kontextualisierung und Kontextualisierung kann als Ergebnis festgehalten werden, dass eLearning als sozio-technisches Netzwerk von Akteuren verstanden werden kann. Dadurch können gerade die Besonderheiten Entwicklungsländern zum Ausdruck gebracht werden, was durch die nachfolgenden Modelle seine Entsprechung findet. Die in dieser Arbeit für den Kontext Entwicklungsländer entwickelten und im Prototyp ePortfolio im Rahmen der Fallstudien implementierten Modelle sind:

• Das Modell der technischen Infrastruktur: es repräsentiert Artefakte und Attribute des technischen Zugriffs (Zugangsort; Bandbreite), der technischen Nutzung (Wissen, Eigentum) und die Infrastruktur-Ressourcen (Lernmanagementsysteme, Kommunikations-Medien)
• Das ePortfolio-Modell: es repräsentiert ein Profil des eLearners, d.h. Artefakte wie persönliches Profil, Zugang zu technischen Infrastruktur (TA) und deren Nutzung, (TU) und das Selbstvertrauen zu der Nutzung des Internets auszuarbeiten
• Das Modell des Szenario-basierten Message-Sequence-Chart (MSC): es bildet das Kommunikationsumfeld ab und umfasst sowohl den Normalfall als auch Situationen der technisch eingeschränkten Nutzung im Kontext Entwicklungsländer
• Ein Aggregatmodell für ePortfolio-basiertes reflektives Feedback: es kombiniert die oben genannten drei Modelle und bettet diese in den Rahmen des Netzwerks von beteiligten Akteuren ein

Die Arbeit gibt darüber hinaus Anregungen für die Weiterentwicklung des ePortfolio-Prototyps auf der Grundlage des entworfenen Aggregatsmodells und dessen Nutzung als Instrument zur Analyse von Kommunikation- und Interaktionsmustern und schließlich eine semantische Analyse des reflektiven Feedbacks aus interkulturellem, gruppenbasierten Online-Lernen.
Kurzfassung auf Englisch: For the last few decades, information and communication technologies (ICT) in education (referred as eLearning) have been increasingly used as tools to improve learning and as field of studies by inundating all the facets of education and training without leaving room for exception. However, when it comes to the issues of eLearning in DCs, there are either hidden assumptions or the discussion will focus merely on challenges of technological infrastructure and scarcity of skilled experts. Indeed, eLearning has also brought opportunities, alongside with challenges. The chances are, for instance, tackling problems of access, quality and equity of higher education in DCs through classroom-based and/or life-long and life-wide eLearning, as well as leapfrogging to a knowledge-based socio-economic system, as it has been acclaimed in industrialized countries.

Nonetheless, assumptions on challenges or opportunities remain rather solely theoretical, mainly because it is hardly possible to find traceable best (or worst) practices and cases studies. Moreover, experiences in industrialised countries are also difficult to benchmark or replicate, since the socio-economic and technological environment is different. With this, the primary inquiry of the research is "What makes eLearning different in DCs?"

To answer this broader question, literature survey and field studies had been undertaken. With this the theoretical and analytical framework of the research was set by first defining the critical success factors (CSF), i.e. access to and use of technological infrastructure, self-efficacy, group-based eLearning and ePortfolio use for reflective feedback, in the context of the features of eLearning in DCs. Arguing that eLearning is a heterogeneous complex network of actors, namely the technological infrastructure, educational organisations and eLearning societies, CSF, were analysed based on the actor network theory (ANT). Coupled to this, due to the settings of the research, the methodological approaches of the research are designed based on qualitative research methodologies, namely action research, case study, grounded theory and situation analysis.

To this end, four cycles of case studies, each based on a specific research question, have been realised. The first three case studies were realised based on the questions "How do we capture eLearners' feedback about the eLearning environment and eLearning process, specifically; the technology access and use, the self-efficacy to Internet use and the group-based eLearning? The findings from the three iterative case studies resulting in that the use of ePortfolio to capture reflective feedback had been proposed. Meanwhile, the questions raised in this context were: "Could it be possible to persistently capture, store, and process the required feedback with an ePortfolio"? Moreover, "Can we improve eLearning and eFacilitation through the use of ePortfolio as a repository of reflective feedback"? To deal with these inquires; a demonstrative Prototype ePortfolio was designed, with the objective of capturing feedback from the critical success factors assessed in previous case studies. For the validity of the artefacts of the demonstrative Prototype, experts' opinion was considered. With this, a prototype ePortfolio has been developed and implemented during the fourth cycle of the case studies.

Finally, due to the use of this ePortfolio, it has become possible to capture feedback from the eLearning environment and process, which as a result helped us to improve communication, interaction and eFacilitation. With this, the iterative implementation of the cycles of case studies has been exhausted and concluded. At last results of the overall research have been summed up as findings and contributions.

Therefore, based on the overall discussions on conceptualisation and contextualisation, this thesis underscores that eLearning shall be conceived as a socio-technological network of actors. In tandem of contextualisation the features of the eLearning in DCs will be carefully considered so that the following models will be realised. The models designed and realised based on the research framework and case study i.e. the prototype ePortfolio in the context of the DCs are:
• The technological infrastructure landscape model: Specifies artefacts and attributes of the technological infrastructure access (access place; bandwidth), use (skill, ownership) and the infrastructure resources (learning management system, communication media)

• The ePortfolio model: The prototype ePortfolio contains an extended profile of eLearners i.e. artefacts such as personal profile, technological infrastructure access and use as well as self-efficacy to Internet use
• The Scenario-based Message-Sequence-Chart (MSC) model: Reveals the communication environment focussed on both technology constraint and non constrained cases
• An aggregate model for ePortfolio-based reflective feedback. A model that combines the three models mentioned above, embedding them into the framework of the network of actors designed initially and iteratively used in all case studies models

The thesis winds up the research by recommending further development of the ePortfolio prototype on the basis of the designed Aggregate model and models embedded within in this model. These are further developing the prototype ePortfolio based on the model designed, and implemented in real-life projects and also integrating or embedding it in LMS; developing a tool based on MSC to analyse the patterns of communication and interaction; finally, semantically analysing the discourse and the reflective feedback from the intercultural group-based online learning.

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