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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-49736
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2011/4973/


Beobachtungsstudie zum Einfluss verschiedener Fast Food Menüs auf kardiovaskuläre Risikoparameter

Schorsch, Kaike Janna

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SWD-Schlagwörter: Dimethylarginin <N,N-> , Fast Food , Vasodilatation , Thrombozytenaggregation
Freie Schlagwörter (Deutsch): Endothelfunktion
Basisklassifikation: 44.21
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Böger, Rainer (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 22.11.2010
Erstellungsjahr: 2010
Publikationsdatum: 02.02.2011
Kurzfassung auf Deutsch: Der Konsum von Schnellgerichten (Fast Food) hat in den letzten Jahrzehnten drastisch zugenommen. Zahlreiche Studien weisen darauf hin, dass klassische Fast Food Mahlzeiten einen negativen Effekt auf die Gefäßfunktion haben. Entsprechend werden zunehmend vegetarische Fast Food Gerichte bzw. Mahlzeiten mit vitamin­reicheren Beilagen angeboten. Die akuten Folgen dieser vermeintlich gesünderen Alternativen auf die Gefäßfunktion und auf kardiovaskuläre Risikomarker sind bisher kaum bekannt. Aus diesem Grunde wurden in der „Hamburger Burger Studie“ bei 24 gesunden Probanden die akuten Auswirkungen von drei verschiedenen Fast Food Mahlzeiten auf folgende kardiovaskuläre Risikofaktoren untersucht: Endothelfunktion, Thrombozyten­aggregation, ADMA und 8-Isoprostaglandin F2alpha. Die randomisierte Studie wurde im „Cross-Over-Design“ durchgeführt. Als Menüs wurden gewählt: ein herkömmliches Fast Food Menü, eine vegetarische Alternative und eine Fast Food Variante mit hohem Vitamin- und Antioxidantiengehalt.
Nach der Einnahme aller drei Menüs konnte eine statistisch signifikante Abnahme der Endothelfunktion beobachtet werden. Weiterhin wurde eine geringe post­prandiale Zunahme des basalen Gefäßdurchmessers verzeichnet, welche in die Berechnung der Endothel­funktion eingeht. Diese Beobachtung lässt die Vermutung zu, dass die postprandiale Abnahme der Endothelfunktion teils durch die Zunahme des Gefäßdurchmessers verursacht wird, kann sie aber nicht mit Sicherheit erklären.
Die L-Arginin-Konzentration und der L-Arginin-ADMA-Quotient stiegen im postprandialen Verlauf an. Außerdem korrelierte der Anstieg des Quotienten mit der Vergrößerung des basalen Gefäßdurchmessers. Dies könnte bedeuten, dass eine Erhöhung des L-Arginin-ADMA-Verhältnisses zu einer vermehrten NO-Bildung und somit zu einer Zunahme des basalen Gefäßdurchmessers führt. Weiterhin konnte für die Neutrophilen-, Monozyten- und Triglycerid-Konzentrationen ein statistisch signifikanter postprandialer Anstieg nachgewiesen werden. Im Gegensatz dazu konnte für die renale Ausscheidung von 8-Isoprostaglandin F2alpha kein signifikanter postprandialer Anstieg gezeigt werden. Gleiches gilt für die Thrombozyten­aggregation, Serum-Cholesterin, hsCRP und den Blutdruck.
Insgesamt lassen die Untersuchungen der „Hamburger Burger Studie“ die nach­stehenden Schlussfolgerungen zu: Wider Erwarten haben herkömmliches Fast Food und vermeintlich gesündere Alternativen sehr ähnliche Auswirkungen auf die Endothelfunktion und auf das kardiovaskuläre Risikoprofil. Antioxidantienreiche Beilagen scheinen weder die Endothelfunktion noch die 8-Isoprostaglandin F2alpha-Exkretion in klinisch relevanter Weise zu beeinflussen.

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