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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-49964
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2011/4996/


Diagnostische und histomorphometrische Analyse des Caput femoris

Ries, Christian

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Caput femoris , Histomorphometrie , Analyse
Basisklassifikation: 44.35
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Amling, Michael (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 28.01.2011
Erstellungsjahr: 2010
Publikationsdatum: 04.02.2011
Kurzfassung auf Deutsch: In der vorliegenden Studie wurden die Capiti femores von 50 knochengesund verstorbenen Individuen histologisch aufgearbeitet und hinsichtlich ihrer trabekulären Mikroarchitektur sowie ihres Mineralisationsgrades untersucht. Im subchondralen sowie im epi-metaphysären Areal konnten keine geschlechtsspezifischen Unterschiede festgestellt werden. Der altersassoziierte Knochenmasseverlust bewegte sich im physiologischen Bereich. Zudem wurde ein protektiver Einfluss des BMI auf das Knochenvolumen nachgewiesen. Es zeigten sich Parallelen zu vorangegangenen Studien, so dass die erhobenen Ergebnisse der histomorphometrischen Analyse als Normwerte angesehen werden können. Sie wurden im Folgenden als Referenz verwendet.
Das Ziel der Studie bestand darin, prädispositionierende knöcherne Faktoren für eine Erhöhung des Frakturrisikos aufzudecken. Zu diesem Zweck wurde ein weiteres Kollektiv erstellt. Dieses setzte sich aus den Capiti femores von 100 Individuen, die eine coxale Femurfraktur erlitten, zusammen. So war es schließlich möglich, die knöcherne Mikroarchitektur sowie den Mineralisationsgrad der Capiti femores beider Kollektive miteinander zu vergleichen.
Für das Frakturkollektiv ergaben sich ein vermindertes Knochenvolumen, eine verminderte Knochenstruktur sowie ein erniedrigter BMI. Alle drei Faktoren begünstigen das Auftreten von Frakturen. Der Mineralisationsgrad des Knochens und somit die Knochenqualität wies bei den Frakturfällen im Gegensatz zu den Kontrollen deutliche Mängel auf.
Die aufzuwendende Kraft, welche für eine coxale Femurfraktur von Nöten ist, korreliert am ehesten mit der BMD und dem BMC des Caput femoris. Die qualitative und quantitative Veränderung der trabekulären Mikroarchitektur innerhalb dieses Bereiches kann somit stellvertretend für das Collum femoris als prädispositionierender Faktor für ein Frakturereignis angesehen werden. Da eine routinemäßig durchgeführte Biopsie in diesem Bereich abwegig erscheint, müssen vor allem Präventivmaßnahmen ergriffen werden. D.h. neben einem adäquaten BMI sollten Vitamin D3- sowie Kalziumhaushalt ausgeglichenen sein, um einem Mineralisationsdefizit vorzubeugen.


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