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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-50174
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2011/5017/


Prognostische Bedeutung des Dexamethason-CRH-Suppressionstests bei Multipler Sklerose

Schömig, Sara Maria

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SWD-Schlagwörter: Multiple Sklerose , Prognose , Neuroendokrines System
Freie Schlagwörter (Deutsch): Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse , Dexamethason-CRH-Suppressionstest , Cortisol
Basisklassifikation: 44.90
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Heesen, Christoph (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 01.02.2011
Erstellungsjahr: 2010
Publikationsdatum: 22.02.2011
Kurzfassung auf Deutsch: Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang von Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-(HHN)-Achsen-Aktivität gemessen durch den Dexamethason-CRH-Suppressionstest (Dex-CRH-Test) und Krankheitsprogression bei Multipler Sklerose.

Dafür wurden insgesamt 76 von ursprünglich 112 Patienten über einen Zeitraum von vier bis neun Jahren klinisch nachuntersucht. Zum Zeitpunkt der ersten Untersuchung erfolgte neben der klinischen Statuserfassung auch der Dex-CRH-Test. Anhand der Resultate der aus dem Dex-CRH-Test bestimmten Area under the curve wurden unterschiedliche Gruppeneinteilungen mittels Median Split, Quartil Split und Referenzwerten nach HHN-Achsen-Aktivität (Hyper-, Hypo- und Normal-Responder) vorgenommen. Die Auswertung erfolgte durch Vergleich der klinischen Parameter zwischen den verschiedenen Responder-Gruppen: Die verglichene mittlere Differenz der Expanded Disability Status Scale (EDSS) -Werte sowie die Effektstärke der EDSS-Veränderung konnten keinen besonderen Unterschied zwischen HHN-Achsenaktivitäten feststellen. Hingegen ergaben Progressionsindex und das klinisch bedeutsame Stabilitäts-/Progressionsverhältnis bei den äußeren Perzentilen eindeutige Unterschiede, die die Hypothese im Sinne von schlechteren Werten bzw. einer größeren Anzahl von Progressionen bei den Patienten mit dysregulierten HHN-Achsen bestätigten. Ein Hinweis für einen schneller progredienten Krankheitsverlauf bei den Hyper-Respondern ergab sich nur indirekt durch überproportional schlechtere Ergebnisse in den klinischen Parametern. Zu beiden Untersuchungszeitpunkten fielen die Resultate für die kognitiven Fähigkeiten gemessen mittels des Symbol Digit Modalities Tests (SDMT) – als ein Maß für Aufmerksamkeit und Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit – für die Hyper-Responder am geringsten aus. Eine Bestimmung dieser kognitiven Beeinträchtigung über die Zeit war leider aufgrund des Studiendesigns nicht möglich. Limitierend wirkten sich für die Berechnungen besonders das unterschiedliche Follow-up-Intervall sowie die Drop-out-Quote aus.
Insgesamt wurden Hinweise auf einen ungünstigeren Krankheitsverlauf der Patienten mit verstärkter HHN-Achsen-Aktivität festgestellt.

Erste Daten einer Awakening-Response- und Tagesprofil-Messung im Speichel-Cortisol-Test deuten an, dass sich auch in diesen Testergebnissen Hyper- und Hypo-Responder abbilden. Möglicherweise stellen Speichel-Cortisol-Profile einen effizienteren Weg dar, größere Stichproben von Patienten auf endokrinologische Dysregulationen zu untersuchen.

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