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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-50192
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2011/5019/


Gentherapeutischer Ansatz zur Immuntherapie von Lebertumoren

Schwerg, Jurek Marius

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SWD-Schlagwörter: Lebertumor , Immuntherapie , In vivo , In vitro , Interleukin 12 , Interleukin 2
Freie Schlagwörter (Deutsch): 4-1 BBL
Basisklassifikation: 44.52 , 44.81 , 44.45
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Beisiegel, Ulrike (Prof. Dr. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 24.01.2011
Erstellungsjahr: 2010
Publikationsdatum: 28.02.2011
Kurzfassung auf Deutsch: Ziel dieser Arbeit war die Untersuchung von Kombinationsstrategien zur immuntherapeutischen Tumortherapie. Es wurde ein Co-Kultur-Modell von Immunzellen und Tumorzellen als Screeningmethode für Immunstimulatoren entwickelt. In diesem Modell wurden im murinen und im humanen System die Vorteile der Kombination von IL-12 mit 4-1BBL und IL-2 untersucht.
Das murine und humane Modell wurde durch die Kombination mehrerer Untersuchungsmethoden evaluiert. Dabei wurden Untersuchungen wie Cytokin ELISA (INF-γ und IL-12), Cytokine Array (>20 Cytokine) und eine Vielfarb Durchflusszytometrie (FACS) eingesetzt, um die optimale Kombination für die antineoplastische Wirkung zu testen. Systeme dieser Art erfüllen die neuen Bestimmungen der europäischen Richtlinie (EMEA/125459/2006, Version 2008) von neuartigen Therapieverfahren zur Krebsbehandlung mittels Gentransfer.
Die Resultate dieser Arbeit zeigen den synergistischen Effekt von single-chain Interleukin-12 mit dem T-Zell Costimulator 4-1BBL und dem Interleukin-2. Sowohl die Expression von INF-γ, als auch weitere klassische TH1 wirkenden Cytokinen (z.B. IP-10) konnte durch die Kombination induziert werden. Als nächstes stand die Ermittlung der zellspezifischen Aktivierung im Vordergrund, welche mittels Durchflusszytometrie untersucht wurde. Dabei wurde nicht nur die Aktivierung von NK-, T Helfer- und cytotoxischer T-Zellen, sondern im Menschen auch die Aktivierung verschiedener Subpopulationen wie effector memory, central memory, effector, effector memory RA+ und naiven T-Zellen und TH17-Zellen untersucht. Die Kombination zeigt eine aktivierende Wirkung auf alle T-Zellsubpopulationen, ohne autoimmune TH17-Zellen zu erzeugen. Es kommt insbesondere zu einer verstärkten Aktivierung von ausdifferenzierten Effektorzellen (TEMRA) und zu vermehrten Bildung von frühen memory Zellen (central memory).
Im in vivo-Modell der Maus konnte durch einen adenoviralen Vektor, kodierend für scIL 12, 4 1BBL und IL-2, die Überlebensrate in einem hochgradig letal verlaufenden intrahepatischen Kolonkarzinommodell signifikant gesteigert werden.
Ein schneller Transfer der Erkenntnisse in klinische Studien ist wünschenswert. Diese Arbeit zeigt das hohe Potential der Kombination von scIL-12, 4-1BBL und IL-2 in der Immuntherapie von Tumorerkrankungen.

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