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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-50264
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2011/5026/


Die Anwendung der transkraniellen Sonographie zum Monitoring und Prognosestellung bei Intensivpatienten mit akuten supratentoriellen Raumforderungen.

The application of transcranial sonography to monitoring and prognostic assessment in intensive care patients with acute suppratentoriell space-occupying lesions.

Krempa, Kacper

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Basisklassifikation: 44.90 , 44.69 , 44.51 , 44.03
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Röther, Joachim (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 14.02.2011
Erstellungsjahr: 2010
Publikationsdatum: 02.03.2011
Kurzfassung auf Deutsch: Infolge der rasch steigenden Inzidenz der Hirninsulte gewinnt die Problematik der akuten cerebralen Raumforderung stetig an Bedeutung. Es fehlen am Patientenbett durchführbare, nichtinvasive Methoden, die engmaschige Verlaufskontrollen ohne Patiententransport und Strahlenbelastung bei diesem Kollektiv ermöglichen. Einerseits zeigten bisherige Arbeiten eine vielversprechende Zuverlässigkeit der duplexsonographischen Messungen der Mittellinienverlagerung (MLV-TCD) im Vergleich zu der als Goldstandard geltenden Computertomographie. Anderseits wiesen Autoren nach, dass die Flussparameter der basalen Hirnarterien eine Steigerung des intracerebralen Druckes widerspiegeln können.
Ziel der vorliegenden Studie war deshalb, die Wertigkeit der transtemporalen Duplexsonographie (TCD) durch kombinierte Messungen der MLV-TCD mit Bestimmung der Flussparameter der Arteria cerebri media (MCA) zu evaluieren.
42 Intensivpatienten mit akut aufgetretenen supratentoriellen Raumforderungen überwiegend durch hämorrhagische (ICB) oder ischämische Hirninsulte wurden in die Studie eingeschlossen. Die TCD-Parameter wurden seriell ermittelt und mit Messungen der MLV (MLV-CCT) und Volumenmessungen mittels Computertomographie und Kernspintomographie verglichen. Es wurden vier Flussparameter bestimmt: Pulsatilitätsindex(PI)-ipsilateral, PI-kontralateral, PI-Ratio und die Ratio der mittleren Flussgeschwindigkeiten (Mean-Ratio).
Der Vergleich der MLV-TCD mit der MLV-CCT zeigte eine signifikante Korrelation (p<0,001, r=0,929), ebenso wie das Ausmaß der MLV-TCD mit dem Volumen der Raumforderung (p<0,001, r=0,58). Bei der Subgruppe mit den ICBs korrelierten die Volumina signifikant mit der MLV-TCD (p<0,001, r=0,679) und mit den Flussparametern (p=0,023-0,045; r=0,352-0,389). Als bester Flussparameter der Raumforderungszunahme wurde die PI-Ratio identifiziert, die mit der MLV-CCT im gesamten Patientenkollektiv (p=0,04, r=0,389) und insbesondere auch mit der MLV-CCT bei Patienten mit intracerebraler Blutung korrelierte (p<0,001, r=0,689). Es ergaben sich Hinweise dafür, dass besonders bei kritisch großen Raumforderungen die Flussparameter eine wertvolle Ergänzung der MLV-Bestimmung darstellen. Der kontralaterale PI korrelierte mit dem modified Rankin Scale nach drei Monaten (p=0,041, r=0,379) und wurde zusammen mit Mean-Ratio als Parameter der kritischen Steigerung des intracerebralen Druckes identifiziert. Zusätzlich wurde die Rolle der klassischen Mortalitätsprädiktoren wie GCS, NIHSS, das Alter und das Volumen der Raumforderung bestätigt (p<0,001).
Zusammenfassend sind die in der vorliegenden Arbeit gefundenen Ergebnisse vielversprechende Ansätze für die Anwendbarkeit der TCD zum intensiven Neuro-Monitoring. Sie müssen dennoch in größeren Studien multizentrisch prospektiv validiert werden.

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