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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-50677
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2011/5067/


Klassifikation von Frakturen bei Oberflächenersatz am Hüftgelenk

Krause, Matthias

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Gelenkersatz, Fraktur, Histologie
Basisklassifikation: 44.65
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Amling, Michael (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 08.03.2011
Erstellungsjahr: 2010
Publikationsdatum: 30.03.2011
Kurzfassung auf Deutsch: Zurzeit gilt die Kappenendoprothese als alternative Therapieoption degenerativer Hüftgelenkerkrankungen bei Patienten unter 65 Jahren. Trotz diverser Anstrengungen zur Reduktion früher Ausfälle liegt die Revisionsquote des Oberflächenersatzes mit 3,8% nach fünf Jahren nach wie vor über den Revisionsraten für Total-Endo-Prothesen mit 2,8%. Mit etwa 37%-47% stellt die periprothetische Fraktur den größten Anteil möglicher Komplikationen dar.
Im Rahmen einer internationalen Studie wurden 107 durch Fraktur versagte Kappenendoprothesen nach einer mittleren Standzeit von 152,2 Tagen (SA ± 163,9 Tage) hinsichtlich ihres Ausfallmechanismus’ untersucht. Anhand makroskopischer und kontaktradiografischer Bilder, von Schliffpräparaten und Histologien wurde sowohl das Auftreten, die Menge und der Grad einer Minderdurchblutung ausgewertet, als auch das Vorhandensein zellulärer Reaktion auf die Fraktur analysiert.
Die mikroskopische Auswertung bestätigte die zuvor aufgestellte Arbeitshypothese und führte zur Differenzierung von drei ätiologisch unterschiedlichen Frakturtypen. Die akut biomechanische Fraktur trat ausschließlich außerhalb der Kappe auf und fand signifikant früher als die restlichen Formen statt. Die akut post-nekrotische Fraktur war gekennzeichnet durch eine Schwächung der femoralen Knochensubstanz durch das Auftreten avaskulärer Hüftkopfnekrosen. Die chronisch biomechanische Fraktur wurde charakterisiert durch lineare Kallusformationen und Bildung von Pseudarthrosen, welche auf Grund von Instabilität zu späterer Fraktur führten.
Zusammenfassend konnten somit primär zwei pathogenetische Ausfallursachen gefunden werden: akut oder chronisch biomechanisches Versagen auf Grund mechanischer Verletzung des Schenkelhalses mit vitalem Knochengewebe und akuter Bruch in Folge pathologischer Gewebereaktionen basierend auf einer avaskulären Hüftkopfnekrose.
Diese Arbeit beschreibt das zurzeit weltweit größte Kollektiv frakturierter Kappenendoprothesen. Die Identifizierung morphologischer Charakteristika der pathogenetisch unterschiedlichen Frakturmechanismen dient in seiner Konsequenz dem erweiterten Verständnis periprothetischer Frakturen und trägt so zu einer möglichen Reduktion der Ausfallraten bei.

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