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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-51503
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2011/5150/


Untersuchung des Einflusses der Retransplantation auf das Ergebnis in der Kinderlebertransplantation mit einer retrospektiven Matched Pairs Analyse

Analysis of the effect of retransplantation on outcome in pediatric liver transplantation with a retrospective matched pairs analysis

Wehren, Lutz von

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SWD-Schlagwörter: Lebertransplantation
Freie Schlagwörter (Deutsch): Leberretransplantation , Retransplantation , Kinderlebertransplantation , Matched Pairs
Freie Schlagwörter (Englisch): pediatric liver transplantation , liver transplantation , retransplantation , matched pairs
Basisklassifikation: 44.65
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Fischer, Lutz (PD Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 20.04.2011
Erstellungsjahr: 2010
Publikationsdatum: 01.06.2011
Kurzfassung auf Deutsch: Viele Studien berichten über die Lebertransplantation und deren Ergebnisse, wobei nur wenige Studien sich mit der Retransplantation und im speziellen mit der Kinderleberretransplantation beschäftigen.
Diese Arbeit soll einen Beitrag zur Klärung der Frage leisten, ob und inwieweit die Retransplantation in der heutigen Zeit noch ein bedeutender Faktor in der Beeinflussung der Ergebnisse in der Kinderlebertransplantation ist. Mit einer im internationalen Vergleich hohen Anzahl an Kinderlebertransplantationen am Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf (UKE) kann eine entsprechende Gruppengröße erzielt werden. Mit Hilfe der Matched Pairs Analyse, in dem einzelne Paare ein Matching durchlaufen und dann direkt miteinander verglichen werden, wird eine hohe Testschärfe erreicht. Diese Arbeit betrachtet die Aspekte der Kinderleberretransplantation am UKE mit Hilfe verschiedener laborchemischer und klinischer Parameter, um dann ein möglichst umfassendes Bild über die Einflussfaktoren und Ergebnisse der Retransplantation geben zu können.

Die Ergebnisse zwischen Primär- und Retransplantierten ergaben einen signifikanten Unterschied zugunsten der Primärtransplantierten. Die Patientenüberlebensrate nach drei Jahren bei den Retransplantierten in der Kaplan-Meier-Analyse betrug 70,4% und bei den Primärtransplantierten 94,4%. In der Darstellung der Patienten, die innerhalb eines Monats respektive im HU-Status transplantiert wurden zeigte sich, dass diese zu einem hohen Maße für das schlechtere Ergebnis der Retransplantierten verantwortlich sind. Der Anteil an Todesfällen bei innerhalb eines Monats nach Primärtransplantation Retransplantierten ist mit 44% gegenüber 19% bei den Patienten, die später als einen Monat nach Primärtransplantation retransplantiert worden sind, deutlich erhöht. In der Untersuchung der 31 Paare, bei denen die Transplantation im Zeitraum ab 2000 stattgefunden hat, wurden bis auf die Organüberlebensrate in der Kaplan-Meier-Analyse keine signifikanten Unterschiede in den Ergebnissen der Primär- und Retransplantierten gefunden. Diese Ergebnisse zeigten sich trotz der Tatsache, dass die Retransplantierten mit 45% gegenüber 19% bei den Primärtransplantierten einen höheren Anteil von Patienten haben, die im HU-Status transplantiert wurden.
Die Kinderleberretransplantation im UKE zeigt vor allen in jüngerer Zeit Ergebnisse, die mit der Primärtransplantation vergleichbar sind. Eine Retransplantation, sofern sie unvermeidbar ist und eine gute Chance auf Heilung bietet, sollte daher durchgeführt werden. Die Retransplantation ist nach wie vor die einzige Therapie des Transplantatversagens und sollte dem Patienten nicht nur aufgrund der mit der Primärtransplantation vergleichbaren Ergebnisse bereitgestellt werden. Eine ethische Verbundenheit des Chirurgen zu seinem von ihm operierten Patienten sowie auch die Möglichkeit einer Therapieoption bei Versagen des Primärtransplantats, das unter Umständen nicht durch die Operation selbst, sondern durch eine schlechte Leberqualität bedingt sein kann, sind ebenfalls wichtige Gründe an der Retransplantation festzuhalten. Trotzdem sollte eine Retransplantation angesichts des Operationsrisikos für den Patienten, einer Erhöhung der Gesundheitskosten und der Organknappheit, sofern es möglich ist, vermieden werden. Hierbei spielen die Erfahrung der Operateure, die Nutzung der bestmöglichen Therapien, ständige Verbesserung der Technik, die Entwicklung neuer Medikamente und eine gute psychosoziale Betreuung des Patienten eine große Rolle, um schon die Primärtransplantation zu einem Erfolg werden zu lassen.

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