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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-51523
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2011/5152/


Der Hämoxygenase-1 GTn-Polymorphismus als prognostischer Faktor für gastrointestinale Stromatumore, neuroendokrine Tumore des Pankreas und für Adenokarzinome des Pankreas

Heme oxygenase-1 GTn polymorphism as prognostic factor in gastrointestinal stromal tumor, pancreatic neuroendocrine tumor and pancreatic adenocarcinoma

Uzunoglu, Faik Güntac

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SWD-Schlagwörter: Polymorphismus , Hmoxygenase , Bauchspeicheldrsenkrebs , Prognose
Freie Schlagwörter (Deutsch): GIST , neuroendokrin
Basisklassifikation: 44.81
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Yekebas, Emre (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 13.05.2011
Erstellungsjahr: 2010
Publikationsdatum: 25.05.2011
Kurzfassung auf Deutsch: Die Hämoxygenase-1 und der dazugehörige Hämoxygenase-1 Polymorphismus wirken sich in unterschiedliche Weise auf humane Tumoren aus. Das Ziel der vorliegenden Arbeit war es, die Rolle des Hämoxygenase-1 Polymorphismus bei gastrointestinalen Stromatumoren, neuroendokrinen Tumoren des Pankreas und in Adenokarzinomen des Pankreas zu evaluieren.
Tumorgewebe, korrespondierendes gesundes Gewebe, Metastasengewebe und Leukozyten-DNA von Patienten die an o.g. Tumoren erkrankten und sich in der chirurgischen Klinik einem operativen Eingriff unterzogen, wurde anhand PCR, Elektrophorese und DNA–Sequenzierung analysiert.
Der GTn-Polymorphismus wurde in kurze (S) und lange (L) Allele unterteilt. In den untersuchten Tumorarten war der GTn-Polymorphismus in allen untersuchten Geweben eines Patienten stabil.
Zusammenfassend zeigt sich, das die kurze Repeatsequenz bei allen untersuchten Tumorentitäten mit schlechteren klinisch-pathologischen Daten korreliert.
So war der kurze GTn-Repeatpolymorphismus in gastrointestinalen Stromatumoren signifikant assoziiert mit der Metastasierungsrate, einer höheren Rezidivrate und der Hochrisikoklassifizierung nach den GIST Konsenskriterien.
Ähnliche Ergebnisse erbrachten die Analyse des Polymorphismus bei neuroendokrinen Pankreastumoren - die kurze GTn-Repeatsequenz war signifikant assoziiert mir einem niedrigen Grading und hohen Rezidivraten. Ausnahmslos alle Patienten mit der kurzen Repeatsequenz litten an einem malignen neuroendokrinen Pankreastumor.
Bei Adenokarzinomen des Pankreas zeigten sich vergleichbare Ergebnisse. Träger der kurzen GTn-Repeatsequenz boten – in Bezug auf Tumorgröße, Lymphknotenmetastasierung, Differenzierungsgrad und Rezidivrate - einen biologisch aktiveren Tumor.
Lediglich die Prüfung des GTn-Polymorphismus als unabhängiger prognostischer Marker brachte unterschiedliche Ergebnisse.
In der multivariaten Analyse konnte der GTn-Polymorphismus bei gastrointestinale Stromatumoren als unabhängiger prognostischer Marker für das Überleben identifiziert werden. Ebenso verhielt es sich bei Adenokarzinomen des Pankreas. Die Analyse in Bezug auf neuroendokrine Pankreastumoren war negativ.
Für alle untersuchten Tumorarten gilt, dass der Polymorphismus in Zukunft zur Risikoprofilerstellung, zur individuellen Therapie und für das Follow-Up dienen könnte. Um die Ergebnisse an größeren Patientenzahlen zu reproduzieren und den HO-1 GTn-Polymorphismus als unabhängigen prognostischen Marker zu etablieren, erscheinen Folgestudien sinnvoll.
Kurzfassung auf Englisch: Aim of this study was evaluation of HO-1 GTn repeat polymorphism as a prognostic factor in gastrointestinal stromal tumors, pancreatic neuroendocrine tumors and pancreatic adenocarcinomas.
Tumour and corresponding healthy tissue DNA of patients who underwent surgical resection were analysed by polymerase chain reaction, capillary electrophoresis and DNA sequencing. GTn polymorphism was classified into short and long allele. There was no difference detected in GTn genotype between tumour and healthy tissue DNA.
Short GTn allele was significantly associated with aggressive tumor biology in all analyzed tumor entities. On multivariate Cox regression analysis, GTn polymorphism was identified as an independent prognostic factor for survival in pancreatic adeniocarcinoma and gastrointestinal stromal tumor.

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