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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-52320
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2011/5232/


Der Verlauf des Kokainbeikonsums bei substituierten Opiatabhängigen:Ergebnisse der Behandlung mit Diamorphin im Vergleich mit Methadon

The course of cocaine use among opiate addicts substituted:Results of treatment with diamorphine compared with methadone

Zokai, Abdolhamid

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SWD-Schlagwörter: Cocain , Heroin , Substitution , Methadon , Beigebrauch , Kontrollierte klinische Studie , Studie , Klinisches Experiment , Abhängigkeit
Freie Schlagwörter (Deutsch): Kokainbeigebrauch , Diamorphinsubstitution , Heroinstudie
Basisklassifikation: 44.91
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Haasen, Christian (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 13.07.2011
Erstellungsjahr: 2010
Publikationsdatum: 22.07.2011
Kurzfassung auf Deutsch: Unter substituierten Opiatabhängigen ist der Kokainbeikonsum assoziiert mit einem schlechterem Outcome. Therapeutische Maßnahmen zur Reduktion des Kokainbeikonsums variieren zwischen Ausschluss aus der Substitution bis hin zu Dosissteigerung des Substituts mit zusätzlicher verhaltenstherapeutischer Intervention. Hinweise für differentielle Effekte der verschiedenen Substitutionsmittel sind bisher nicht systematisch erhoben worden.
In der folgenden Arbeit wurde innerhalb der randomisierten kontrollierten Heroinstudie der Kokainbeikonsum bei Schwerstopiatabhängigen (N=1015) in einer Diamorphin- oder Methadonbehandlung verglichen. Der Kokainkonsum wurde anhand von Selbstangaben der Patienten als auch durch Urin- und Haaranalysen evaluiert. Die Behandlung erfolgte mit Methadon einmal täglich oder Diamorphin bis zu dreimal täglich – eine spezifische Maßnahme in Bezug auf den Kokainbeikonsum war nicht vorgesehen.
Der Kokainkonsum reduzierte sich in der Diamorphingruppe von 11 auf 4 von 30 Tagen und in der Methadongruppe von 11 auf 6 von 30 Tagen. Bei dem Anteil der auf Kokain positiven Urinproben war die stärkere Reduktion des Kokainkonsums in der Diamorphingruppe im Vergleich zur Methadongruppe nicht statistisch signifikant. Bei den Haaranalysen nahm der Anteil der intensiven Kokainkonsumenten in der Diamorphingruppe stärker ab. Kokainkonsum bei Studienbeginn war statistisch signifikant mit einer höheren Abbruchrate assoziiert, jedoch kein Prädiktor für ein negatives Outcome für die Behandlung.
Die stärkere Reduktion des Kokainkonsums in der Substitutionsbehandlung mit Diamorphin ist einerseits auf pharmakologische Aspekte (geringere Sedierung des Diamorphins im Vergleich zum Methadon), andererseits auf psychosoziale Aspekte (Reduktion der Kontakte mit der Drogenszene korreliert mit einer Reduktion des Kokainbeikonsums). Der Kokainbeikonsum ist ein wichtiges Einschlusskriterium für die Diamorphinbehandlung.
Kurzfassung auf Englisch: Among the substituted opiate addicts Kokainbeikonsum is associated with a worse outcome. Therapeutic measures to reduce the Kokainbeikonsums vary between exclusion from the substitution to increase dose of the substitute with additional behavioral therapeutic intervention. Evidence for differential effects of different substitution drugs have so far not collected systematically.
In the following work has been compared in a randomized controlled trial of heroin in Kokainbeikonsum Schwerstopiatabhängigen (N = 1015) in a diamorphine or methadone treatment. Cocaine use was evaluated using self-reported by the patients as well as urine and hair analysis. Treatment consisted of once-daily methadone or diamorphine up to three times a day - a specific measure in relation to the Kokainbeikonsum was not provided.
Cocaine consumption in the diamorphine group was reduced from 11 to 4 and 30 days in the methadone group from 11 to 6 out of 30 days. In the proportion of positive urine samples for cocaine, the greater reduction in cocaine consumption in the diamorphine group compared to the methadone group was not statistically significant. At the hair analysis, the proportion of cocaine users in the intensive group from stronger diamorphine. Cocaine use at baseline was statistically significantly associated with a higher dropout rate, however, no predictor of a negative outcome for the treatment.
The greater reduction in cocaine use in substitution treatment with diamorphine, is attributable to pharmacological aspects (less sedation of diamorphine compared to methadone), and also on psychosocial aspects (reduction of contacts with the drug scene is correlated with a reduction of Kokainbeikonsums). The Kokainbeikonsum is an important criterion for inclusion in the diamorphine treatment.

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