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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-52509
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2011/5250/


Retrospektive Untersuchung zum Erfolg der Parodontitis – Therapie in der Poliklinik für Zahnerhaltung und Präventive Zahnheilkunde im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Maisch, Susanne Britta

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Basisklassifikation: 44.96
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Nergiz, Ibrahim (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 22.07.2011
Erstellungsjahr: 2011
Publikationsdatum: 11.08.2011
Kurzfassung auf Deutsch: Zielsetzung: Das Ziel dieser retrospektiven Untersuchung war es, im Sinne einer Qualitätsprüfung, die Therapie der Parodontitis im Studierendenkurs der Zahnerhaltung in der Universität Hamburg bezüglich der Vorgehensweise und der Effektivität zu evaluieren, um möglicherweise Schlüsse für eine bessere zukünftige Therapie zu erhalten.
Material und Methoden: 167 Patientenakten wurden nach Prüfung der Einschlusskriterien von 1071 Patientenakten, die in den Jahren von 2000 bis 2006 angelegt worden waren, in die Untersuchung aufgenommen. Mit Hilfe einer Access-Datenbank wurden die für diese Studie ausschlaggebenden Daten erhoben. Dafür wurden die Paro-Mappen (SCHMAGE 1999) sowie die Patientenakten der 167 Patienten durchgesehen. In der Datenbank wurden die erhobenen Daten streng anonymisiert gespeichert. Erhoben wurde das Geburtsjahr sowie das Geschlecht, ob der Patient angab, Raucher oder Nichtraucher zu sein, ob er der Ansicht sei Stress oder eine familiäre Prädisposition für Parodontitiserkrankungen zu haben. Zudem wurde notiert ob und welche Allgemeinerkrankungen (speziell Diabetes, Osteoporose, Epilepsie, Bluthochdruck) der Patient hatte, und welche Medikamente er einnahm (Immunsuppressiva und andere Medikamente). Die vorliegenden Röntgenaufnahmen wurden datiert und nach Befund sortiert: weniger oder mehr als 1/3 Knochenabbau bezogen auf die Wurzeloberfläche und vertikale Einbrüche. Anhand dieser Daten und mit Hilfe der Paro-Mappe wurden die Diagnosen der Studierenden überprüft. Vier Sondierungstiefen je Zahn sowie dessen Rezession, Furkationsbefall und Lockerungsgrad wurden in eine Excel -Tabelle (integriert in die Access –Datei) eingetragen. Weiterhin wurden die Termine der Therapie erhoben, sowie die Art der Behandlung, d.h. ob mit oder ohne Antibiotikum und/oder Anästhesie therapiert wurde. Die Statistik wurde mit Hilfe des SPSS-Programms durchgeführt; die Signifikanzprüfung erfolgte mittels ANOVA-Test und Duncan Post-Hoc-Test bei einem Signifikanzlevel von α = 0,05.
Ergebnisse: Insgesamt wurden die Daten von 3591 Zähnen erhoben, von denen 66,6% eine negative und 18,4% eine positive Rezession hatten. 41,3% der Zähne hatten einen Lockerungsgrad und 8,7% der Zähne wiesen einen Furkationsbefall auf. Die durchschnittliche Sondierungstiefenreduktion betrug bei 4 mm Ausgangs-sondierungstiefe 0,5 mm, bei 5 mm 1,5 mm und bei 6 mm 2 mm. Generell haben sich Flächen mit Sondierungstiefen von 0 bis 3 mm (von 1582 auf 2181) vermehrt, währenddessen die die Anzahl der Flächen mit Sondierungstiefen von 4 bis 5 mm (von 1186 auf 957) und ≥ 6 mm (von 1042 auf 474) sich verringert haben. Die untersuchten Analysefaktoren zum Risiko waren statistisch nicht signifikant. Einen statistisch signifikanten Einfluß hatten die Anzahl der Sitzungen, in der die Therapie erfolgte. Hoch signifikant waren die Sondierungstiefenveränderungen aller Zähne bei Antibiotikatherapie und signifikant mit Anästhesie.
Schlussfolgerungen: Die Therapie im Studierendenkurs der Abteilung für Zahnerhaltung und Präventive Zahnheilkunde im Hamburger Universitätsklinikum ist erfolgreich: durchschnittliche Reduktion der Sondierungstiefen um 1,33 mm. Zukünftig sollte aber in der Ausbildung noch mehr Wert auf die Sondierungstiefenmessung gelegt werden. Außerdem zeigte sich, dass die Therapie ohne Anästhesie weniger wirkungsvoll war, weshalb künftig nicht mehr darauf verzichtet werden sollte. Bei Zähnen mit Taschentiefen von mehr als 10 mm sollte eher die Extraktion als die Parodontaltherapie in Betracht gezogen werden, wegen unvorhersehbarer Ergebnisse.

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