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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-52583
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2011/5258/


Einfluss verschiedener Alopezieformen und möglicher aggravierender Faktoren auf die Lebensqualität

Influence of different types of alopecia and possible aggravational factors on quality of life

Krüger, Nils

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SWD-Schlagwörter: Alopecia , Lebensqualitt , Haarausfall , Alopecia areata , Alopecia androgenetica , Trichotillomanie
Basisklassifikation: 44.93
Institut: Chemie
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Kerscher, Martina (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 22.07.2011
Erstellungsjahr: 2011
Publikationsdatum: 12.08.2011
Kurzfassung auf Deutsch: Durch die hohe Bedeutung von Haaren als soziales Kommunikationsorgan, kann Haarlosigkeit bei den Betroffenen zu psychologischen Belastungen führen und die Lebensqualität negativ beeinflussen. Da der Verlust der Kopfhaare jedoch kein vitales medizinisches Problem darstellt und oftmals primär als kosmetisches Problem eingestuft wird, erfahren Betroffene in der Praxis häufig eine Bagatellisierung ihres Leidens. Das Ziel dieser Studie war es deshalb, den Einfluss verschiedener Alopezieformen und möglicher aggravierender Faktoren auf die Lebensqualität bei Alopeziepatienten systematisch zu untersuchen und zu bewerten.

Für die Untersuchung wurde eine anonym auszufüllende Onlinebefragung auf Basis des Hairdex entwickelt, einem Instrument zur Erfassung der krankheitsbezogenen Lebensqualität bei Patienten mit Haarerkrankungen. Neben der Lebensqualität wurden die Form der Alopezie und deren Ausprägungsgrad sowie demografische Daten wie Alter und Geschlecht erfasst. Mittels einer verzweigten Abfrageroutine konnten auch Betroffene mit unklarer Alopezieform an der anonymen Befragung teilnehmen.

Von 3569 ausgefüllten Fragebögen konnten 2185 Fälle statistisch ausgewertet werden. An der Befragung nahmen 1591 Frauen (72,4%) und 608 Männer (27,6%) teil. Das Durchschnittsalter der Teilnehmer betrug 37,6 (SD ± 12,5) Jahre. Der höchste Einfluss auf die Lebensqualität wurde für vernarbenden Haarausfall (48,4) und Trichotillomanie (47,3) ermittelt. Am niedrigsten ist der Einfluss bei traumatisch bedingten Alopezien (36,3) und Alopecia areata (40,0). Mit einem mittleren Wert von 62,4 stellt die emotionale Belastung bei allen untersuchten Alopezieformen den stärksten Einfluss auf die Lebensqualität dar. Nur einen geringen Einfluss stellen hingegen begleitende Symptome (29,0) dar. Als aggravierende Faktoren konnten, neben der Aktivität der Alopezie (bei Alopecia areata), das Alter und das Geschlecht der Betroffenen ermittelt werden. Eine deutliche Korrelation von Alopezieausprägung und Einfluss auf die Lebensqualität konnte darüber hinaus für Trichotillomanie und diffusen Haarausfall nachgewiesen werden.

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass Alopezien für die Betroffenen deutlich mehr als nur ein kosmetisches Problem darstellen. Der Verlust der Haare kann das Leben erheblich einschränken und zu schwerwiegenden psychosozialen Störungen führen. Die nun vorliegenden Daten können dabei helfen das Verständnis für die Sorgen und Bedürfnisse von Alopeziepatienten zu erhöhen und einen wichtigen Schritt bei der Entwicklung eines kriteriengeleiteten Beratungskonzeptes für Alopeziepatienten in der täglichen Praxis darstellen.
Kurzfassung auf Englisch: Due to the high importance of hair as medium for social communication, baldness can result in psychological stress for those who are affected und lower their quality of life. As hair loss is not a vital medical problem and commonly classified as primarily cosmetic problem, patients often experience a trivializing of their suffer. Therefore, the aim of this study was to investigate and evaluate the influence of several types of alopecia and possible aggravational factors on quality of life of alopecia patients.

An anonymous online survey was developed, based on the Hairdex, an instrument to measure health-related quality of life in patients with hair diseases. Beside the quality of life, the type of alopecia and its degree of severity, as well as demographic data like age and sex were gathered. By following a ramified query, patients with unclear type of alopecia could participate in the survey too.

2185 cases from 3569 filled questionnaires were statistically analyzed. 1591 females (72.4%) and 608 males (27.6%) took part in the survey. The highest influence on quality of life was detected for cicatrical alopecia (48.4) and trichotillomania (47.3). Lowest is the influence of traumatic-related alopecia (36.3) and alopecia areata (40.0). With a mean value of 62.4 emotional distress presents the strongest influence on quality of life, while attendant symptoms (29.0) have only low impact. Beneath the activity of hair loss (in the case of alopecia areata), age and sex of the patients were identified as aggravational factors. A distinct correlation was found between the degree of alopecia severity and the impact on quality of life for trichotillomania and diffuse hair loss.

The results of the study show, that alopecia is considerably more than a cosmetical issue for the individuals affected. The loss of hair can significantly restrict life and cause serious psychosocial disorders. Therefore, the now presented data can help to understand the worries and needs of alopecia patients and mean an important step for the development of a criteria guided concept for the counseling of alopecia patients in daily practice.

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