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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-52937
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2011/5293/


Prospektive Evaluationsstudie einer neuen Operationstechnik: Innovative Fenestration bei Fontan Zirkulation

Schnegg, Clivia

pdf-Format:
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Freie Schlagwörter (Deutsch): Kinderheilkunde, Kinderkardiologie, Kinderkardiochirurgie, Univentrikuläres Herz, Fontan Zirkulation
Basisklassifikation: 44.67 , 44.65 , 44.85
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Dodge-Khatami, Ali (PD Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 17.05.2011
Erstellungsjahr: 2010
Publikationsdatum: 22.08.2011
Kurzfassung auf Deutsch: Selten hat in den letzten Jahrzehnten ein Operationsverfahren so viele Modifikationen erfahren wie die Fontan-Operation. Eine dieser Modifikationen beinhaltet die Fenestration. Diese wird insbesondere bei Risikopatienten mit der Vorstellung angewandt, dass es durch die Fenestration zu einer Reduktion des venösen Drucks und einer Steigerung der Vorlast kommt, mit der Konsequenz eines verbesserten kardialen Outputs. Damit einhergehend sind in der Literatur eine verkürzte Beatmungszeit sowie ein reduzierter Drainagenfluss beschrieben. Als Nachteile der Fenestration werden erniedrigte transkutane Sauerstoffsättigungen, die potentielle Notwendigkeit eine Intervention zwecks Verschlusses sowie das Risiko von thromboembolischen Ereignissen beschrieben.
Die vorgelegte prospektive Evaluationstudie stellt eine neue Technik der Fenestration von der Vena anonyma auf den gemeinsamen Vorhof vor und vergleicht diese mit etablierten Verfahren. Die peri- und postoperativen Ergebnisse sind vielversprechend. Die Durchführung der Fenestration ist sicher und führt zu keiner Verlängerung der Herzlungenmaschinenzeit. Die frühzeitige Mortalität liegt bei null Prozent.
Bei Patienten mit sicher nachgewiesener Fenestration am Entlassungstag konnten tendenziell niedrigere Beatmungszeiten nachgewiesen werden. Die Verweildauer auf der Intensivstation sowie die Gesamtkranken- hausverweildauer waren ebenfalls tendenziell niedriger. Statistisch signifikant war die Reduktion der Drainagenflussmenge.
Ein Spontanverschluss innerhalb der ersten sechs Monate konnte bei 13 von 15 nachuntersuchten Patienten festgestellt werden. Unseren Ergebnissen zufolge bietet dieses Verfahren eine sichere Fenestration innerhalb der ersten postoperativen Tage mit den daraus resultierenden Vorteilen des verminderten Drainagenflusses und der verkürzten Beatmungszeit. Die in der Literatur beschriebenen Nachteile einer Fenestration sind auf Grund der hohen Rate an Spontanverschlüssen nicht gegeben.
Eine höhere Fallzahl sowie die Kontrolluntersuchung der Fenestration innerhalb der ersten drei postoperativen Tage sollten in Zukunft weiteren Aufschluss über die Effizienz dieser Art der Fenestration geben.

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