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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-53285
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2011/5328/


Pathologische und Normalbefunde in der Routinebildgebung erstdiagnostizierter Psychosepatienten

Pathologic and Normal Diagnostic Findings in the Neuro-Imaging of Patients with First Diagnosed Psychosis

Türk, Helena

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SWD-Schlagwörter: Psychose , Bildgebendes Verfahren , Schizophrenie , Paranoide Schizophrenie
Freie Schlagwörter (Deutsch): Erstdiagnose, Leitlinien
Freie Schlagwörter (Englisch): psychosis, neuro-imaging, schizophrenia
Basisklassifikation: 44.91
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Naber, Dieter (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 24.08.2011
Erstellungsjahr: 2011
Publikationsdatum: 27.09.2011
Kurzfassung auf Deutsch: Die Durchführung einer strukturellen bildgebenden Untersuchung mittels cCT oder cMRT stellt gemäß der S3-Leitlinie Schizophrenie der DGPPN einen obligaten Bestandteil der Mindestdiagnostik dar. Ziel der vorliegenden Untersuchung war es, die Häufigkeit der leitlinienkonformen Untersuchung bei Ersthospitalisierung im Zeitraum von 1998 bis 2006 zu bestimmen und den klinischen Nutzen zu beurteilen.
Im Rahmen einer retrospektiven Studie wurden die neuroradiologischen Befunde und die Behandlungsdokumentation der Klinik für Psychiatrie des UKE Hamburg standardisiert ausgewertet. Einschlusskriterien waren ein Alter der Patienten von 18 bis 35 Jahren und die Erstaufnahme im Beobachtungszeitraum wegen eines psychotischen Syndroms. Ausgeschlossen wurden Patienten, deren Akte nicht auswertbar war.
Von den 376 (100%) untersuchten Patienten waren 64,6% männlich, das Durchschnittsalter betrug 25,9 (SD 5,2) Jahre, die Dauer der unbehandelten Psychose (DUP) betrug im Median 10 Wochen. Bei Aufnahme wurde bei 30,6% eine akute vorübergehende psychotische Störung und bei 41,8% eine Schizophrenie, bei 2,4% eine Bipolar-I-Störung und bei 2,1% eine schizoaffektive Störung diagnostiziert. Bei 49,2% der Patienten wurde ein cCT, bei 23,1% der Patienten ein cMRT durchgeführt, der longitudinale Verlauf zeigt eine Abnahme der absoluten Untersuchungshäufigkeit und eine signifikante Zunahme des Anteils an MRT-Untersuchungen. In 28,1% der cCT- und 20,7% der cMRT-Untersuchungen wurden auffällige Befunde beschrieben, in 2,2% (cCT) bzw. 3,4% (cMRT) Befunde von Krankheitswert. In drei Fällen (1,1%) wurde durch die bildgebende Untersuchung eine Pathologie mit diagnose- oder therapieentscheidender Wirkung identifiziert. Um einen pathologischen Befund feststellen zu können, mussten im Schnitt 37 CT bzw. 29 MRT durchgeführt werden. Eine unauffällige neurologische Untersuchung ging mit einer signifikant höheren Rate an Normalbefunden in den bildgebenden Untersuchungen einher.
Eine leitlinienkonforme Durchführung ist bei insgesamt sinkenden Untersuchungszahlen bisher nicht erreicht. Dennoch sollte aufgrund der bei etwa 1% der Patienten diagnose- oder therapieentscheidenden Bedeutung an der Forderung einer Untersuchung aller Ersterkrankten festgehalten werden.

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