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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-53448
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2011/5344/


Reform der beruflichen Bildung in Bulgarien aus der Sicht von Lehrkräften

Reform of the vocational education and training system in Bulgaria from a teachers' point of view

Hoppe, Melanie

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SWD-Schlagwörter: Bildungsreform , Bulgarien , Transformation
Freie Schlagwörter (Deutsch): Lehrkräfte, Berufsbildungszusammenarbeit
Basisklassifikation: 81.31 , 81.78 , 81.70
Institut: Erziehungswissenschaft
DDC-Sachgruppe: Erziehung, Schul- und Bildungswesen
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Brand, Willi (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 17.01.2011
Erstellungsjahr: 2011
Publikationsdatum: 11.10.2011
Kurzfassung auf Deutsch: Die vorliegende Arbeit beschreibt den Reformprozess des Berufsbildungssystems in Bulgarien und untersucht die Mitwirkung der Lehrkräfte bei der Implementierung der Reformen. Sie geht der Frage nach, wie bulgarische Lehrkräfte ihr Handeln im Prozess der Berufsbildungsreformen wahrnehmen und wovon es beeinflusst wird. Mit diesem Erkenntnissinteresse werden von den Lehrkräften wahrgenommene und subjektiv begründete Gestaltungsoptionen aufgezeigt.
Die Arbeit nähert sich dem Untersuchungsgegenstand zunächst über die Befunde aus drei Forschungsgebieten: Untersuchungen zum Wandel des ostdeutschen Bildungssystems, die Schulentwicklungsforschung und die Implementationsforschung. Aus den sich daraus für die eigene Arbeit ergebenden Schlussfolgerungen erhebt sich unter anderem der Anspruch, nicht nur den Wandel des bulgarischen Berufsbildungssystems selbst darzustellen, sondern auch die Rahmenbedingungen, unter denen sich dieser Prozess als gesellschaftlicher Wandel für die Lehrkräfte vollzogen hat. Dieses verdeutlicht sich zum einen in theoretisch hergeleiteten Besonderheiten (berufs-)bildungssystemischer Reformen in Transformationsländern, zum anderen in strukturellen Anforderungen, die sich aus der Parallelität von Transformations- und Europäisierungsprozess in der beruflichen Bildung ergeben. Im Anschluss an die Beschreibung der beruflichen Umwelt, wird der Beruf der Lehrkraft in Bulgarien und seine gesellschaftliche Bedeutung einer differenzierten Betrachtung unterzogen. Der mit Beginn des Transformationsprozesses erfolgte gesellschaftliche Wandel hatte einen erheblichen Einfluss auf die gesellschaftliche Bedeutung des Lehrerberufes. Dargestellt wird die berufliche Sozialisation im Verlauf der akademischen Ausbildung und der beruflichen Weiterbildung der Lehrkräfte in Bulgarien. Auf Basis der gesammelten Erkenntnisse zur beruflichen Umwelt und beruflichen Sozialisation von Lehrkräften werden der Forschungsansatz der Subjektiven Theorien und die ihm zugrundeliegende handlungsregulierende Funktion mit Blick auf ihr heuristisches Potential für die eigene Untersuchung analysiert. Die Autorin leitet daraus ab-schließend eine eigene Arbeitsdefinition des zu untersuchenden Konstruktes, sogenannte „begründete Handlungsoptionen“, her.
Zur Erhebung der „begründeten Handlungsoptionen“ der bulgarischen Lehrkräfte wurde das Leitfadeninterview als geeignete Methode identifiziert, mit der 17 Lehrkräfte aus beruflichen Schulen in Bulgarien befragt wurden. Die Auswertung der transkribierten Texte erfolgte mit-tels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring. Das verwendete inhaltsanalytische Ablaufmodell und das entwickelte Kategoriensystem werden entsprechend dargestellt und begrün-det.
Die Auswertung der Interviews und die Diskussion der Ergebnisse erfolgen zweistufig. In einem ersten Schritt werden die Interviewaussagen dem entwickelten Kategoriensystem zugeordnet und so die Verteilung der Aussagen der einzelnen Lehrkräfte auf die jeweilige Ka-tegorie sichtbar. Entlang des Kategoriensystems erfolgen anschließend in einem zweiten Schritt die qualitative Auswertung sowie eine vertiefende Einzelfallinterpretation von fünf Interviews. Letzteres gilt der Überprüfung von Annahmen, die eingangs als Ergebnis einer Analyse des Forschungsstandes erarbeitet wurden. Die Auswertung führt zu einer Darstellung der begründeten Gestaltungsoptionen, welche die Sichtweisen der befragten Lehrkräfte, das heißt ihre subjektiven Begründungen, den insgesamt fünf Gestaltungsoptionen gegen-überstellt.
Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der wichtigsten Befunde und der Diskussion der Befunde hinsichtlich ihrer Implikationen für die Lehrkräfte und die Bildungspolitik sowie der daraus resultierenden Schlussfolgerungen für die Reformpraxis und die berufs- und wirtschaftspädagogische Forschung ab.

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