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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-53661
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2011/5366/


Die Bedeutung des Wohnumfeldes für die Versorgung von atopischen Krankheiten und Allergien

Environmental medicine – How does the home environment affect allergic patients and what has been researched so far?

Tyzak, Lisa

pdf-Format:
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SWD-Schlagwörter: Allergie , Insektenallergie , Schimmelpilzallergie , Tierhaarallergie , Heuschnupfen , Atopie , Endogenes Ekzem , Hausstaub , Innenraum , Raumluft , W
Freie Schlagwörter (Deutsch): Umgebungsrauch , Milbenallergie , Innenraumluftverschmutzung
Basisklassifikation: 44.06 , 44.93 , 44.94
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Augustin, Matthias (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 27.09.2011
Erstellungsjahr: 2011
Publikationsdatum: 26.10.2011
Kurzfassung auf Deutsch: Hintergrund:
Die Prävalenz an Allergien und damit auch die sozioökonomischen Kosten ihrer Behandlung steigen stetig, sodass potentielle Auslösefaktoren mehr Beachtung erfahren. Diese Studie betrachtet Auslösefaktoren im Wohnumfeld, die bisher noch wenig betrachtet wurden.
Ziel dieser Arbeit ist es, für Allergiker optimale Bedingungen im Wohnumfeld zu identifizieren. Es wird erörtert, welche Faktoren im Wohnumfeld allergische Krankheiten triggern können, welche Wirkungsketten bereits erforscht sind und was einem betroffenen Patienten geraten werden kann.
Methodik:
Es wurde eine systematische Literaturrecherche in Medline (Zugang über Pubmed) durchgeführt. Hierzu wurden „keywords“ zu je einer allergischen Erkrankungen mit je einem im Wohnumfeld vorkommenden Auslösefaktor kombiniert. Die Studien wurden an Hand des „Abstracts“ und des Titels nach festgelegten Auswahlkriterien selektiert. Passende Studien wurden analysiert und der genaue Auslösefaktor, die auftretenden Symptome und die Arten der Studien festgehalten. Diese Daten wurden statistisch ausgewertet. Zusätzlich wurden alle relevanten Studien erneut gesichtet und interessante Ergebnisse und Thesen in Form eines Fragebogens zusammengestellt.
Ergebnisse:
699 von den 2320 in Pubmed gesichteten Studien zu dem Thema allergische Rhinitis (AR) und Auslösefaktoren im Wohnumfeld erfüllten kein Ausschlusskriterium und wurden näher analysiert. In 594 Studien zeigten Innenraumallergene eine Auswirkung auf AR. In 178 Studien ließ sich ein Zusammenhang zwischen AR und Reizstoffen des Wohnumfeldes und in 12 Studien zwischen AR und Umfeldfaktoren wie beispielsweise Stress nachweisen.
Bei der Suche nach Studien, die einen Einfluss des Wohnumfelds auf eine atopische Dermatitis (AD) nachwiesen, verblieben von den 1968 gesichteten Studien nach Anwendung der Ausschlusskriterien nur 628 Studien zur weiteren Auswertung. Wieder fanden sich die meisten Studien zu Innenraumallergenen (447 Studien), gefolgt von 235 Studien zum Thema Reizstoffe im Innenraum und 17 Studien zu Umfeldfaktoren wie z.B. Stress.
Schlussfolgerung:
Die Ergebnisse zeigen, dass die meisten Studien einen Zusammenhang zu Innenraumallergenen, wie z.B. Hausstaubmilben, herstellen. Doch viele andere häusliche Einflussfaktoren wurden bisher nicht oder nur sehr ungenügend beachtet. Es wäre wünschenswert, die bisher ausgesparten Auslösefaktoren im Wohnumfeld näher zu betrachten, um so Allergien und allergische Krankheiten besser behandeln zu können.

Kurzfassung auf Englisch: Aims: The home environment is an important source of elicitors for allergic patients. However, it remains unclear to a large extend which factors are scientifically proven to play a decisive role in this respect. This survey tries to illustrate what is already researched and what the respective results are.
Methods: A methodical research of existing literature for two allergic diseases (atopic dermatitis and allergic rhinitis) in combination with factors related home environment was carried out in pubmed. The resulting studies were individually assessed for their relevance by reading the abstract and the titel. The thus selected studies were analysed and categorized into groups of specific elicitors, exact appeared symptoms and the type of research. Subsequently, these information were statistically evaluated. Furthermore, all selected studies were assessed for individual relevant statements which were collected in the form of a questionnaire.
Results: Only 699 of the 2320 studies that the systematical research for allergic rhinitis in the home environment generated met the criteria and were thus further analysed. They were then categorized into groups according to their specific elicitor. 594 studies featured the elicitor “allergens”, in 178 studies the symptoms were caused by “irritants” and in 12 cases the elicitor were “psychological factors” such as stress.
Regarding atopic dermatits in the home environment, only 628 studies of 1982 were selected for further analysis. The most frequent elicitor were again “allergens” with 447 corresponding studies, followed by “irritants” with 235 studies and lastly “psychological factors” with 17 studies.
The results of the relevant studies were gathered in a questionnaire. This was done by firstly identifying the nine most important elicitors in the patients’ home environment (mildew, housedustmites, pollen, pets, insects, environmental smoke, chemicals, airpollution and psychological factors). Secondly, questions related to these factors were drafted. Thirdly, these questions were answered with the statements from the relevant studies.
Conclusions: The results show that the vast majority of studies dealt with allergic elicitors such as housedustmites. Other environmental factors were widely neglected. This suggests that further scientific research is required in order to fully understand and thus be able to properly treat related allergic diseases.
The scope of this survey was very broad. Further research focussed on individual elicitors is required in order to evaluate the importance of them.

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