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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-53914
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2011/5391/


Myeloperoxidase als Prognosemarker bei Patienten mit Pulmonal-arterieller Hypertonie

Myeoperoxidase as a prognostic marker in patients with Pulmonal-arterial Hypertension

Molz, Simon

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SWD-Schlagwörter: Peroxidase , Pulmonale Hypertonie
Freie Schlagwörter (Deutsch): Myeloperoxidase , Prognosemarker , Endothelfunktion , Stickstoffmonoxid
Freie Schlagwörter (Englisch): Myeloperoxidase , prognostic marker , endothelial dysfunction , nitric oxide
Basisklassifikation: 44.61
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Baldus, Stephan (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 22.08.2011
Erstellungsjahr: 2011
Publikationsdatum: 16.11.2011
Kurzfassung auf Deutsch: Die Pulmonal-arterielle Hypertonie (PAH) ist eine seltene Erkrankung mit hoher Mortalität, bei der es durch ein Zusammenspiel von Proliferation, Inflammation und endothelialer Dysfunktion zu einem chronischen Druckanstieg im kleinen Kreislauf und der Entwicklung einer Rechtsherzinsuffizienz kommt. Obwohl man die verminderte NO•-Bioverfügbarkeit als ein wichtiges Merkmal der PAH identifiziert hat, bleiben der Auslöser sowie die genauen molekularen Abläufe beim Entstehen dieses Krankheitsbildes unbekannt.
Myeloperoxidase (MPO) ist ein Hämprotein, das hauptsächlich von neutrophilen Granulozyten und Makrophagen ausgeschüttet wird und dessen Bedeutung lange Zeit ausschließlich in der Infektabwehr gesehen wurde. Zuletzt rückte jedoch die Fähigkeit von MPO in den Fokus, die Bioverfügbarkeit von endothelial generiertem NO• zu senken. Für Erkrankungen wie Linksherzinsuffizienz und Vorhofflimmern wurde gezeigt, dass die Leukozytenaktivierung Teil des Krankheitsbildes ist. Obwohl es erste Hinweise für die Beteiligung von Leukozyten bei der PAH und der chronischen Rechtsherzinsuffizienz gibt, ist der genaue Pathomechanismus unklar.
Die vorliegende klinische Studie beschreibt nun erstmals einen Zusammenhang zwischen MPO-Aktivität und PAH-Erkrankung. So waren die MPO-Plasmaspiegel des Patientenkollektivs im Vergleich zu einer gesunden Kontrollgruppe signifikant erhöht. Die Studie postuliert im zweiten Teil außerdem die mögliche Rolle von MPO als zusätzlichem Prädiktor für Funktionalkapazität und Mortalität in der Verlaufsbeobachtung von PAH-Patienten. So erreichten Patienten im unteren Quartil der MPO-Spiegel im Durchschnitt eine signifikant bessere Leistung im 6-Minuten-Gehtest bei Baseline und im Follow-up. Auch zeichneten sich diese Patienten durch eine signifikant niedrigere Sterblichkeit im Beobachtungszeitraum aus.
Zusammenfassend unterstützen die Ergebnisse dieser Studie die Theorie von der Leukozytenbeteiligung am Krankheitsbild der PAH. Die Arbeit muss als vorausgreifende Untersuchung zur Bedeutung von MPO bei PAH und Rechtsherzinsuffizienz verstanden werden; weiterführende experimentelle Studien sind notwendig, um die genauen Mechanismen zu erschließen. Die mögliche klinische Rolle von MPO als Prädiktor für Funktionalkapazität und Mortalität bei PAH-Patienten muss durch größere, multizentrische Studien bestätigt werden.

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