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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-53972
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2011/5397/


Surrogatmarker einer präklinischen Atherosklerose bei unterschiedlichen pathogenetischen Subtypen eines ischämischen Schlaganfalls

Surrogate markers of generalized atherosclerosis in patients with ischemic stroke with respect to stroke subtypes

Havemeister, Stefanie

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SWD-Schlagwörter: Arteriosklerose , Schlaganfall
Freie Schlagwörter (Deutsch): Endothelfunktion , Intima-Media-Dicke , IMT , FMD , ABI
Freie Schlagwörter (Englisch): flow-mediated dilatation , stroke subtype , intima-media-thickness
Basisklassifikation: 44.90
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Gerloff, Christian (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 31.10.2011
Erstellungsjahr: 2010
Publikationsdatum: 10.11.2011
Kurzfassung auf Deutsch: Die flussvermittelte Vasodilatation (FMD), die Intima-Media-Dicke (IMT) und der Knöchel-Arm-Index (ABI) sind gut validierte Surrogatmarker einer generalisierten Atherosklerose. In vorliegender Dissertation wurde untersucht, ob bei Patienten mit verschiedenen pathogenetischen Subtypen eines ischämischen Schlaganfalls Unterschiede im Vorkommen und der Ausprägung einer generalisierten Atherosklerose bestehen. Dazu wurden diese drei Methoden bei 143 Patienten mit der Diagnose eines ischämischen Schlaganfalls oder einer transitorisch ischämischen Attacke angewandt, denen gemäß der TOAST-Kriterien eine ätiopathogenetische Schlaganfall-Subtyp-Gruppe Makroangiopathie (LAA), Kardioembolismus (CE) oder Mikroangiopathie (SAO) zugeordnet werden konnte.

Die FMD [%] war in den Gruppen LAA (6,31±3,65; p=0,006) und SAO (5,81±4,74; p=0,003) jeweils hochsignifikant niedriger als in der Gruppe CE (9,67±6,49). Die mittlere IMT (1,34+/-0,51 mm) war in den drei Schlaganfall-Subtyp-Gruppen nicht signifikant unterschiedlich. Eine pathologisch erhöhte IMT (<1,0 mm) fand sich bei 79,4% aller Patienten. In den Gruppen LAA (p=0,02) und SAO (p=0,04) war die Rate von Patienten mit einer pathologisch erhöhten IMT jeweils signifikant höher als in der Gruppe CE. Der ABI war in der Gruppe SAO (0,86±0,21) signifikant niedriger als in der Gruppe CE (1,03±0,14; p=0,024). In der Gruppe LAA (0,94±0,18) war der ABI nicht signifikant verschieden von den Gruppen SAO und CE. Insgesamt fand sich bei 30,8% der Patienten ein pathologisch erniedrigter ABI (<0,9).

Die Ergebnisse zeigen, dass sowohl bei dem pathogenetischen Subtyp LAA als auch bei den Subtypen CE und SAO häufig eine generalisierte Atherosklerose vorkommt, bei den Subtypen LAA und SAO häufiger und ausgeprägter als bei dem Subtyp CE. Es sollte also nicht nur bei Patienten mit makroangiopathisch verursachtem Schlaganfall an die Koexistenz einer generalisierten Makroangiopathie gedacht werden, sondern insbesondere auch bei Patienten mit einem ischämischen Schlaganfall auf dem Boden einer Mikroangiopathie. Durch den Einsatz von Surrogatmarkern für das Vorliegen einer generalisierten Atherosklerose können Patienten mit erhöhtem Risiko für ein erneutes makroangiopathisch verursachtes, kardiovaskuläres Ereignis identifiziert und entsprechend behandelt werden.

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