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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-54143
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2011/5414/


Häufigkeit und prognostische Bedeutung von p53 und bcl-2 Alterationen bei menschlichen Weichgewebstumoren

Frequecy and prognostic significance of p53 and bcl-2 alterations in human soft tissue tumors

Friderici Steinman, Elisa-Gabriele Friederike Margarethe von

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SWD-Schlagwörter: Protein p53 , Bcl-2-Proteinfamilie , Sarkom
Freie Schlagwörter (Deutsch): Prognose , Weichgewebstumoren , Tissue Microarray , Immunhistochemie , Fluorescenz insitu Hybridisierung
Freie Schlagwörter (Englisch): prognosis , soft tissue tumors , tissue microarray , immunohistochemistry , fluorescent insitu hybridisation
Basisklassifikation: 44.81 , 44.47
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Sauter, Guido (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 10.11.2011
Erstellungsjahr: 2011
Publikationsdatum: 07.12.2011
Kurzfassung auf Deutsch: Wir untersuchten die Häufigkeit sowie die prognostische
Bedeutung von p53- und bcl-2-Expressionen sowie die Häufigkeit von bcl-2-Genkopienzahlveränderungen mittels Immunhistochemie beziehungsweise Fluoreszenz in situ Hybridisierung (FISH) an einem Tissue Microarray aus 602 gemischten Weichgewebstumoren.
Von den 554 in der p53-Immunhistochemie auswertbaren Tumorproben waren 12,3% schwach p53 positiv und 8,3% stark p53 positiv. Der Unterschied der p53-Expression zwischen benignen und malignen Weichteiltumoren war hoch signifikant (p<0,0001). Es fand sich für unser gemischtes Kollektiv eine Assoziation zwischen p53-Expression und histologischem Grad (p<0,0001) und der Metastasierungswahrscheinlichkeit (p=0,014).
Bei unseren Patienten mit Gastrointestinalen Stromatumoren fand sich ein signifikanter Zusammenhang zwischen p53 Positivität und ungünstigem Überleben (p=0,003) beziehungsweise einem frühzeitigen Tumorrezidiv (p=0,014).
Von den 532 in der bcl-2-Immunhistochemie auswertbaren Tumorproben waren 4,3% schwach bcl-2 positiv und 19,4% stark bcl-2 positiv. Es ergaben sich für unser Kollektiv jedoch keine Anhaltspunkte für einen Zusammenhang zwischen bcl-2 Expression und Parametern der Malignität beziehungsweiser der Patientenprognose.
In der Fluoreszenz in situ Hybridisierung fanden sich einige Fälle mit einer geringgradigen aber eindeutigen Vermehrung der bcl-2 Genkopienzahl. 12,9 % der Tumoren zeigten mehr als zwei bcl-2 Signale pro Tumorzellkern, 2,3% der Tumoren wiesen sogar mehr als 4 bcl-2 Signale pro Tumorzellkern auf.
Es fand sich interessanter Weise keine Assoziation zwischen der bcl-2 Kopienzahl und der bcl-2 Expression. Insbesondere fand sich keine Zu- oder Abnahme der bcl-2 Expression in Abhängigkeit von der Gen-Dosis.
Zusammengefasst zeigen unsere Resultate, dass sowohl
p53 wie auch bcl-2 bei verschiedensten Sarkomen überexprimiert, beziehungsweise alteriert sein können.
Für p53 deuten unsere Ergebnisse auf eine signifikante Beziehung dieser Veränderungen mit malignem Phänotyp und aggressivem biologischen Verhalten hin.
Für bcl-2 fehlen Anhaltspunkte auf eine besondere Malignität überexprimierender Tumoren.
Da auch Amplifikationen von bcl-2 bei diesen Tumortypen selten zu sein scheinen, liegt die Vermutung nahe, daß Amplifikationen für die bcl-2 Überexpression bei Weichgewebstumoren keine wesentliche Rolle spielen.
Es ergeben sich auch aus dieser Hinsicht keine zusätzlichen Anhaltspunkte darauf, dass bcl-2 bei Sarkomen ein relevantes Therapieziel darstellen könnte.
Die Tissue Microarray (TMA) - Technik ist eine effektive Methode für
molekularepidemiologische Untersuchungen zu potentiellen Therapiezielen und sie ist geeignet, Zusammenhänge zwischen molekularen Parametern und der Patientenprognose zu finden.
Die TMA-Technik ermöglicht zudem eine rasche Überführung von
Erkenntnissen der Grundlagenforschung in die klinische Praxis.


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