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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-54558
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2011/5455/


Charakterisierung xenoreaktiver Antikörper bei klinischer Anwendung eines xenogenen, bioartifiziellen Leberunterstützungssystems bei Patienten mit akutem Leberversagen

Characterization of xenoreactive antibodies in a clinical application of a xenogenic, bioartificial liver support system in patients with acute liver failure

Zante, Björn

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SWD-Schlagwörter: Leberversagen , Antikörper
Freie Schlagwörter (Deutsch): Xenotransplantation , xenoreaktiv
Basisklassifikation: 44.45 , 44.65
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Fischer, Lutz (PD Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 28.10.2011
Erstellungsjahr: 2011
Publikationsdatum: 16.12.2011
Kurzfassung auf Deutsch: Einleitung:
Das akute Leberversagen ist mit einer hohen Mortalität verbunden. Die einzig effektive Therapie ist die Lebertransplantation. Der Mangel an Spenderorganen jedoch stellt eine Limitation in der Behandlung dar. Der Einsatz eines bioartifiziellen Leberunterstützungssystems (BAL) auf der Basis von Schweinehepatozyten, stellt eine mögliche Therapieoption zur Behandlung des akuten Leberversagens, bzw. zur Überbrückung bis zur allogenen Lebertransplantation dar. Die hyperakute Abstoßungsreaktion, bedingt durch präformierten xenoreaktiven Antikörper (XAK), zwischen Spender- und Empfängerspezies ist noch nicht gänzlich verstanden. In dieser Studie wurden vier Patienten mittels BAL behandelt und die Reaktion der xenoreaktiven Antikörper untersucht.

Methoden:
Insgesamt 14 Behandlungen wurden mit dem BAL durchgeführt. Die, bei der Behandlung verwendeten Schweinehepatozyten wurden auf gebundene XAK der Gruppen IgM, IgG, IgG1-4 mittels immunhistochemischer Färbung untersucht. Patientenserum wurde vor, zur Mitte, und am Ende der Behandlung abgenommen und auf IgM-, IgG–XAK mittels Zell-ELISA, sowie mittels Durchflußzytometrie zusätzlich für die Subklassen IgG1-4 untersucht.

Ergebnisse:
Nach der Behandlung ließen sich auf den Schweinehepatozyten IgM, IgG, sowie deren Subtypen IgG2 und IgG4 nachweisen. Die Serumkonzentrationen für xenoreaktives IgM, IgG, IgG2 fielen in der ersten Hälfte der Behandlung signifikant ab. Für IgG4 kam es zu keiner signifikanten Konzentrationsveränderung während der Behandlung. Für alle Patienten zeigte sich zu Beginn der ersten Behandlung eine individuell unterschiedliche Serumkonzentration an XAK.

Zusammenfassung:
Für die hyperakute xenoreaktive Abstoßungsreaktion in einem BAL sind Antikörper der Klasse IgM, IgG, IgG2 und IgG4 verantwortlich. Die Bindung dieser Antikörper an die Schweinehepatozyten hat eine Konzentrationsminderung von IgM, IgG und IgG1 im Patientenserum zur Folge. Für IgG4 ohne Konzentrationsveränderung kann ein vermutliches Reboundphänomen aufgrund einer früheren Antigenexposition diskutiert werden. Die Unterschiedlichen Ausgangskonzentrationen für XAK sind als Ausdruck einer individuellen früheren Antigenexposition zu erklären.

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