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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-54185
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2012/5418/


Isotretinointherapie der Akne und Rosazea : Dokumentation von Therapieeffekten, Nebenwirkungen und Rezidiven

Gust, Alexandra

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Isotretinoin , low dose , high dose , Acne vulgaris , Rosazea , Nebenwirkungen , Rezidive
Basisklassifikation: 44.93
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Steinkraus, Volker (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 17.10.2011
Erstellungsjahr: 2011
Publikationsdatum: 02.02.2012
Kurzfassung auf Deutsch: Es wurden retrospektiv die Verläufe von 262 Patienten ausgewertet, welche im DERMATOLOGIKUM HAMBURG systemisch mit Isotretinoin aufgrund einer Akne vulgaris (248) bzw. einer Rosazea (14) behandelt wurden.
Hauptfragestellung war die Klärung, ob die „High dose“- Therapie der „Low dose“-Therapie hinsichtlich der Rezidivhäufigkeit und Ansprechrate überlegen ist, ebenso wie die häufig propagierte kumulative Gesamtdosis von mindestens 120mg/kg Körpergewicht. Die Häufigkeiten von klinischen Nebenwirkungen und veränderten Laborparametern sollten zwischen „High dose“- Kollektiv und dem „Low dose“-Kollektiv verglichen werden.
Jede erneut erforderliche Behandlung der Patienten nach Ende der Isotretinointherapie, topisch oder systemisch, wurde als Rezidiv definiert.
Eine Veränderung von Laborparametern wurde als Nebenwirkung gewertet, wenn ein Parameter dreimal in Folge von seinem Referenzwert abwich.

Unsere Ergebnisse zeigten insgesamt eine hohe Zahl von Rezidiven. Hier zeigte sich keine Überlegenheit der „High dose“- Therapie gegenüber der „Low dose“-Therapie, noch dass eine erreichte kumulative Gesamtdosis von mindestens 120mg/kg Körpergewicht seltener Rezidive nach sich zieht, als eine Gesamtdosis von weniger als 120mg/kg Körpergewicht.
Im Vergleich zu anderen Studien finden sich in dieser retrospektiven Studie deutlich seltener klinische Nebenwirkungen. Der Grund hierfür mag in der häufigen „Low dose“- Therapie liegen, könnte aber auch Folge einer unzureichenden Dokumentation sein. Schwerere Nebenwirkungen fanden sich in der Regel in dem „High dose“-Kollektiv.

Bei der Auswertung der Daten fiel auf, dass bei einigen Patienten das Körpergesicht nicht dokumentiert wurde und somit ein Teil der Patienten nicht einer „Low- bzw. High dose“-Therapie zugeordnet und die kumulativen Gesamtdosis bezogen auf das Körpergewicht nicht berechnet werden konnte. Ebenso fand sich nur bei einem Teil der Patienten eine vollständige Fotodokumentation. Aus diesem Grunde wurde ein Dokumentationsbogen entwickelt, welcher dem behandelnden Arzt als Leitfaden dient. Die von uns erhobenen Daten gehen konform mit den aktuellen Empfehlungen nationaler und internationaler Arbeitsgruppen zur Therapie der Akne mit Isotretinoin.
Unsere Ergebnisse bestätigen, dass ein frühzeitiger Einsatz von Isotretinoin auch bei minder schweren Fällen berechtigt ist, um den Patienten unnötig lange und frustrane Therapieversuche zu ersparen. Isotretinoin ist bei entsprechender Aufklärung der Patienten eine sichere, effektive und kostensparende Therapie.
Da wir keine Überlegenheit der „High dose“-Therapie oder der kumulativen Gesamtdosis von mindestens 120mg bezogen auf das Körpergewicht hinsichtlich Rezidivrate und Ansprechen nachweisen konnten, ist die „Low dose“- Therapie bei besserem Nebenwirkungspektrum vorzuziehen und sollte bei nicht ausreichendem Ansprechen bedarfsweise angepasst werden. Die Dauer der Behandlung sollte sich nach dem klinischen Befund richten und nicht eine kumulative Gesamtdosis als Zielgröße haben.

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