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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-55072
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2012/5507/


Über die postmortale Entstehung von punktförmige Einblutungen in den Konjunktiven durch Bauchlage

Post-mortem development of conjunctival petechiae following temporary prone position

Müller, Frauke Christine Susanne

pdf-Format:
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SWD-Schlagwörter: Bauchlage
Freie Schlagwörter (Deutsch): punktförmige Blutung , konjunktivale Petechien , postmortal
Freie Schlagwörter (Englisch): Conjunctival petechiae , prone position , forensic casework , post mortem changes
Basisklassifikation: 44.72
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Püschel, Klaus (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 29.11.2011
Erstellungsjahr: 2011
Publikationsdatum: 03.02.2012
Kurzfassung auf Deutsch: Konjunktivale Petechien spielen in der rechtsmedizinischen Praxis eine große Rolle, da sie immer an einen Angriff gegen den Hals des Verstorbenen und damit an ein mögliches Tötungsdelikt denken lassen müssen. Schon lange ist ebenfalls bekannt, dass auch eine postmortale Entstehung durch Blutstauung der Gefäße während des Todes oder im frühpostmortalen Intervall z.B. durch Kopftieflage möglich ist. Unklar ist dabei bisher, ob auch die Bauchlage für eine kurze Zeit innerhalb des frühpostmortalen Intervalls, für eine Entstehung von Einblutungen ausreichend ist. Dies ist aber in der rechtsmedizinischen Praxis eine alltägliche Situation.
Für die Untersuchung wurden 20 Verstorbene innerhalb von 12 Stunden nach ihrem Tod für 2 Stunden in Bauchlage gebracht. In 8 Fällen entstanden punktförmige Einblutungen. Zudem ergaben sich Hinweise darauf, dass die Untersuchungsmethode (Pinzette oder Wattestäbchen) der Konjunktiven einen Einfluss auf die Entstehung haben könnte.
Das artifizielle Bindehautblutungen postmortal durch eine Bauchlage des Leichnams entstehen, ist eine wichtige Erkenntnis für die zukünftige rechtsmedizinische Praxis.
Kurzfassung auf Englisch: Conjunctival petechiae are an important diagnostic finding in external examination of forensic cases, being a sign of possible mechanical compression of the neck and jugular veins (e.g. choking, strangulation). Nevertheless, it is well known, that strong congestion of the conjunctival blood vessels might lead to the development of petechiae in the perimortal and early post mortem period, e.g. due to a head down position of the body. By now it remains unclear, whether a short term horizontal prone position of a body can lead to the development of conjunctival petechiae in the early post mortem period, a situation that might occur in everyday forensic casework. Therefore, we investigated the occurrence of conjunctival petechiae in 20 deceased at <12 hours after death following a prone position of 2 hours. Petechiae developed in 8 cases. Statistical analysis revealed significant correlations with the examination method (forceps vs. cotton swab) and preceding resuscitation attempts. Our results for the first time give evidence that conjunctival petechiae can be observed after a short-term horizontal prone position of a body in the early post mortem period, therefore influencing the assessment of future forensic cases.

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