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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-55085
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2012/5508/


Klinische Besonderheiten bei Opiatabhängigen mit komorbiden psychotischen Störungen

Opiate Addicts with psychotic disorders: How do they differ from patients without this comorbidity?

Sedlaczek, Julia

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SWD-Schlagwörter: Opiate , Opioide , Heroin , Methadon , Psychose , Schizophrenie
Freie Schlagwörter (Deutsch): Komorbidität
Freie Schlagwörter (Englisch): comorbidity , dual diagnosis
Basisklassifikation: 44.91
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Haasen, Christian (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 13.12.2011
Erstellungsjahr: 2010
Publikationsdatum: 01.02.2012
Kurzfassung auf Deutsch: Einleitung: Komorbide psychiatrische Störungen stellen ein bedeutendes klinisches Problem bei Opiatabhängigen dar. Dabei wurden psychotische Störungen regelmäßig bei etwa 5% der Opiatabhängigen mit Kontakt zum Hilfesystem gefunden. In kleineren Untersuchungen fanden sich zudem klinische Unterschiede verglichen mit Opiatabhängigen ohne diese psychotischen Störungen. Ziel der Arbeit war es, eine größere Stichprobe Opiatabhängiger mit zusätzlichen psychotischen Störungen mit einer Kontrollgruppe von Opiatabhängigen ohne diese Komorbidität in Bezug auf wichtige klinische Variablen zu vergleichen.
Methoden: Aus einer Stichprobe von 7274 konsekutiven Behandlungsfällen der Westfälischen Klinik für Psychiatrie in Warstein wurden N=51 Patienten mit Opiatabhängigkeit (ICD-10 F11.2) und der zusätzlichen Diagnose einer Störung aus dem schizophrenen Formenkreis (F2-Störung nach ICD-10) identifiziert und zunächst mit einer Gruppe von Opiatabhängigen ohne psychotische Störung (N=2295) verglichen. Anschließend wurden diese Patienten mit einer gematchten Kontrollgruppe von Opiatabhängigen ohne F2-Störung hinsichtlich Soziodemographie, Konsumverhalten, Therapieverlauf und weiterer psychiatrischer Komorbidität verglichen.
Ergebnisse: Im Vergleich der F2-Patienten mit der Gruppe von Opiatabhängigen ohne psychotische Störungen stellte sich heraus, dass die F2-Patienten signifikant älter waren (M=30,8 vs. M=27,3 Jahre, p=,001) und es sich häufiger um Migranten handelte.
Allerdings konnten lediglich geringfügige Unterschiede zwischen der Gruppe der Opiatabhängigen mit F2-Störung nach ICD-10 und der gematchten Kontrollgruppe festgestellt werden. So wiesen F2-Patienten weniger häufig feste Beziehungen, längere stationäre Aufenthalte und mehr psychiatrische Komorbidität auf als die Kontrollgruppe.
Diskussion: In der vorliegenden Untersuchung konnten die klinischen Besonderheiten bei opiatabhängigen Patienten mit F2-Störungen, die in den bislang existierenden kleineren Untersuchungen berichtet wurden, nur begrenzt bestätigt werden. Allerdings fanden sich soziodemographische Besonderheiten, die in diesen Studien nicht berücksichtigt wurden und damit zumindest teilweise die unterschiedlichen Befunde erklären könnten.

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