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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-55303
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2012/5530/


Kritische Bewertung der Vorhersagefähigkeit eines pathologisch unilateralen, organbegrenzten Prostatakarzinoms in einer "low-risk" Patientenkohorte

Vogel, Suanne

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SWD-Schlagwörter: Prostatakrebs , Prostatektomie , High-intensity focused ultrasound
Freie Schlagwörter (Deutsch): Niedrigrisikokonstellation
Basisklassifikation: 44.88
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Chun, K.H. Felix (PD Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 30.01.2012
Erstellungsjahr: 2011
Publikationsdatum: 23.02.2012
Kurzfassung auf Deutsch: Einleitung:
In der letzten Zeit gewinnen fokale oder einseitige Therapiekonzepte zur Behandlung von Patienten mit low- risk Prostatakarzinomen (PCa) mehr und mehr an Bedeutung. Dies setzt natürlich voraus, dass die Tumoren durch klinische Staging- Untersuchung genau lokalisiert werden. Zu diesem Zweck prüften wir die Genauigkeit von einseitig negativen Stanzbiopsiebefunden in Patienten mit low- risk PCa, die alle einer offenen radikalen Prostatektomie (RP) zugeführt wurden.

Patienten und Methoden:
Die Studie umfasste 243 Männern mit klinischem Stadium T1c/T2a, PSA < 10 ng/ml, einem Gleason Score ≤ 6 in der Biopsie sowie maximal zwei positiven Biopsiezylindern in einem der beiden Prostatalappen im Rahmen einer 10 fach oder mehr Prostatabiopsie. Zuvor wurden jegliche Form von androgener Deprivation sowie vorausgegangene Prostatachirurgie ausgeschlossen. Alle Patienten wurden einer offenen RP in unserer Klinik zugeführt.
Um signifikante Vorhersagewerte des einseitigen PCa zu ermitteln, wurden univariate und multivariate Analysemodelle verwendet, in denen der PSA-Wert, % fPSA, klinisches Stadium (T2a vs. T1c), das Drüsenvolumen und die Anzahl der positiven Biopsiezylinder die Variablen waren.


Ergebnisse:
Der Großteil der Patienten befand sich im klinischen StadiumT1c (89,7%). Der durchschnittliche PSA-Wert lag bei 5,4 ng/ml; 28% der Studienteilnehmer hatten einen PSA-Wert von ≤ 4 ng/ml.
64 % der Patienten waren von einem beide Prostatalappen befallenen oder organüberschreitendem PCa betroffen. Bei Patienten mit nur einem positiven Stanzzylinder lag der Anteil des beidseitigen bzw. nicht organbegrenzten PCa bei 60%.
Sowohl in der univariaten als auch in der multivariaten Analyse war keine der untersuchten Größen in der Lage, ein einseitiges PCa statistisch signifikant vorherzusagen. Alle P-Werte und angepassten P-Werte waren > 0.05.


Schlussfolgerung:
Bei fast zwei Dritteln der Patienten mit low-risk PCa und maximal 2 positiven Biopsiezylindern in einem der beiden Prostatalappen wurde ein bilaterales oder organüberschreitendes PCa nachgewiesen. Unsere Ergebnisse zeigen, dass ein einseitiges PCa nicht sicher vorhergesagt werden kann. Diese Tatsache sollte bei der Wahl der Behandlung berücksichtigt werden.

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