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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-55326
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2012/5532/


Zusammenhang zwischen Karieserfahrung, Zahnbehandlungsangst und mundgesundheitsbezogener Lebensqualität unter Berücksichtigung der Sozialschichtzugehörigkeit

Relationship between caries experience, dental anxiety and oral health-related quality of life, taking into account the social class

Frank, Tina Henriette

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SWD-Schlagwörter: Angst , Karies , Soziale Schichtung , Lebensqualität
Freie Schlagwörter (Deutsch): Zahnbehandlungsangst , Mundgesundheitsbezogene Lebensqualität , Karieserfahrung
Freie Schlagwörter (Englisch): Dental anxiety , oral health-related quality of life , caries experience
Basisklassifikation: 44.96
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Schiffner, Ulrich (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 01.02.2012
Erstellungsjahr: 2011
Publikationsdatum: 31.03.2012
Kurzfassung auf Deutsch: Der Studie liegt die Hypothese zugrunde, dass die Zusammenhänge von Karieserfahrung, Zahnbehandlungsängsten und mundgesundheitsbezogener Lebensqualität bei Angehörigen unterschiedlicher Sozialschichten verschieden stark ausgeprägt sind.
Die Arbeit ist eine statistische Arbeit. Die Datenerhebung erfolgte über 11 Monate in 6 Zahnarztpraxen in den unterschiedlichen Stadtteilen Hamburgs. Durch die Auswahl der Zahnarztpraxen in den verschiedenen Stadtteilen wurden die unterschiedlichen sozialen Schichten abgedeckt.
Die Auswahl der Probanden erfolgte nach Absprache mit den jeweiligen Praxisinhabern: Alle Patienten im Alter von 18 bis 44 Jahren, die an dem Tag in die Zahnarztpraxis eintrafen, an dem der Untersucher dort zugegen war, wurden gefragt, ob sie bereit wären, an der Studie teilzunehmen.
Bei einer positiven Antwort wurde dem Patienten ein Aufklärungsbogen und ein validierter Fragebogen ausgehändigt. Der Fragebogen diente der Bestimmung der Behandlungsangst mittels des Modified Dental Anxiety Scale, kurz MDAS-Test, und der Mundgesundheitsbezogene Lebensqualität (kurz MLQ genannt) mittels des OHIP-G14, also des Oral Health Impact Profile für Deutschland in der Kurzversion mit 14 Fragen.
Außerdem wurden noch persönliche Daten zu Alter, Beruf, Nationalität, Größe, Gewicht und den Zahnputzgewohnheiten des Probanden abgefragt.
Anschließend wurde von dem Untersucher ein oraler Befund zur Bestimmung der Karieserfahrung mit Hilfe des DMFS-Indexes aufgenommen.
Nach Anonymisierung der Fragebögen durch eine fortlaufende Nummer erfolgte die statistische Auswertung der Daten mit dem SPSS-Programm.
Die Ergebnisse des MDAS' fielen folgendermaßen aus: Frauen haben signifikant mehr Angst als Männer. Ebenso haben jüngere Personen mehr Angst als ältere. Desweiteren konnte nachgewiesen werden, dass in der sozialen Unterschicht ein größerer Anteil an Phobikern zu finden ist, als in der sozialen Oberschicht.
Auch wenn die statistischen Mittelwerte des MDAS bei niedrigem, mittlerem und hohem Kariesbefall gleich waren, konnte bei isolierter Betrachtung der Gruppe der Phobiker eine signifikant höhere Karieserfahrung festgestellt werden.
Die Ergebnisse der MLQ wurden mit dem OHIP gemessen und ergaben folgendes: Bezüglich der MLQ gibt es keine signifikante Differenz zwischen Männern und Frauen. Jüngere Probanden weisen eine deutlich schlechtere MLQ als die älteren auf. Auch bei Probanden aus der sozialen Unterschicht lässt sich eine schlechte MLQ nachweisen. Nur beim paarweisen Vergleich der OHIP-Gruppen konnte nachgewiesen werden, dass ein höherer OHIP mit größerer Karieserfahrung korreliert. Nachweisbar war auch eine hohe MLQ bei hohem MDAS.
Bei der multivariaten Analyse der Studie ließ sich ablesen, dass das Alter, die Karieserfahrung und die Behandlungsängste hochsignifikante Bedeutung für die MLQ aufweisen. Die Sozialschicht hingegen ist in diesen Analysen von geringerer Bedeutung und hat lediglich auf die Behandlungsangst, nicht aber auf die MLQ signifikanten Einfluss.
Die Hypothese kann nun nach abgeschlossener Auswertung nur im Punkt der Zahnbehandlungsangst bestätigt werden. Die Zahnbehandlungsangst ist statistisch von der Sozialschichtzugehörigkeit abhängig. Karieserfahrung und MLQ hingegen sind statistisch nicht von der Sozialschichtzugehörigkeit abhängig.
Kurzfassung auf Englisch: The study is based on the hypothesis that the relationship between caries experience, dental anxiety and oral health-related quality of life for members of different social strata are various degrees of seriousness.
The work is a statistical work. Data were collected over 11 months in six dental practices in different parts of the city of Hamburg. Through the selection of dental practices in the various districts, the different social classes were covered.
The selection of subjects was in agreement with the respective practice owners: All patients aged 18 to 44, who arrived on the day in the dentist's office, where the investigator was there present, were asked if they would be willing to study participate.
With a positive response to the patient information sheet and a validated questionnaire was handed out. The questionnaire was used to determine the treatment of anxiety using the Modified Dental Anxiety Scale, short MDAS-test, and oral health-related quality of life (briefly called MLQ) using the OHIP-G14, that is, the Oral Health Impact Profile for Germany in the short version with 14 questions.
In addition, more personal data about age, occupation, nationality, height, weight, and tooth brushing habits of the subjects were queried.
It was then taken up by the examiner, an oral finding to determine the caries experience using the DMFS index.
For anonymity of the questionnaires by a sequential number was the statistical analysis of the data using the SPSS program.
The results of the MDAS were 'like this: Women have significantly more anxiety than men. Similarly, younger people are more afraid than older ones. Furthermore, it was shown that is found in the lower classes a greater proportion of phobics, as in the social elite.
Although the statistical averages of the MDAS at low, medium and high caries experience were equal could be found, considering the group of phobic patients had a significantly higher caries experience.
The results of the MLQ were measured with the OHIP and yielded the following: With regard to the MLQ there was no significant difference between men and women. Younger subjects have a significantly worse than the older MLQ. Even in subjects from the lower social classes can be detected a bad MLQ. Only the pairwise comparison of OHIP-groups could be demonstrated that a higher OHIP correlated with higher caries experience. Detectable was also high at high MLQ MDAS.
In the multivariate analysis of the study, it became visible that have age, caries experience and treatment of anxiety highly significant importance for the MLQ. The social class in these analyzes, however, is of less importance and has only the fear of treatment, but no significant influence on the MLQ.
The hypothesis can now be confirmed only after completion of analysis at the point of dental anxiety. The fear of dental treatment is statistically dependent on social class. Caries experience and MLQ, however, are not statistically dependent on social class.

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