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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-55442
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2012/5544/


Netzbasierte Kommunikation und Kooperation in den Geisteswissenschaften: der Systemkomplex e-Port/NarrPort als Modellversuch

Lange, Tanja

pdf-Format:
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SWD-Schlagwörter: E-Science , E-Learning , Wissenschaftsforschung , Computer Supported Cooperative Work , Groupware, Lotus Notes
Freie Schlagwörter (Deutsch): Digital Humanities, Kooperation , Kommunikation , Wissenschaftskommunikation , Praxisformen Geisteswissenschaften , CSCL
Basisklassifikation: 10.99
Institut: Sprach-, Literatur- und Medienwissenschaften
DDC-Sachgruppe: Sprache, Linguistik
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Schönert, Jörg (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 09.06.2009
Erstellungsjahr: 2012
Publikationsdatum: 31.03.2012
Kurzfassung auf Deutsch: Kooperatives Vorgehen, das in den Natur- und Ingenieurwissenschaften zum akademischen Alltag gehört, gilt in den Geistes- und Kulturwissenschaften weithin noch als ‚terra incognita’. Kooperation und Synergie, Interdisziplinarität und Internationalität sind die Forderungen, die an ‚moderne Wissenschaft‘ gerichtet werden. Damit ergeben sich neue Perspektiven für die kommuni­kativen Prozesse, die in den geisteswissenschaftlichen Disziplinen Erkenntnis ermöglichen und vermitteln.
Entsprechenden Erwartungen kann in besonderer Weise nachgekommen werden, wenn die Möglichkeiten der prozessorientierten Informations- und Kommunikationstechnik für den Informationsaustausch und das kooperative Vorgehen in einem definierten Verbund oder auch in einer weithin offenen ‚scientific community’ im World Wide Web genutzt werden.

Die damit angesprochenen innovativen Prozesse lassen sich unter drei wichtigen Perspektiven be­trachten: (1) mit Blick auf die Anwendungen netzbasierter und multimedialer Software-Unterstüt­zung für Kommunikation und Kooperation in den Wissenschaften (im Internet werden nicht nur im großen Umfang Informationen vermittelt, sondern webbasierte Anwendungen und Werkzeuge /
Ar­beitsmittel ermöglichen im wachsenden Maße auch Kooperationen; die Integration von Kommuni­kations- und Kooperationsleistungen geschieht mit Hilfe der 'collaborative technologies'); (2) mit Blick auf Entwicklungen exemplarischer Modelle zur ICT-Unterstützung wissenschaftlicher Arbeit (aus der grundlegende Veränderungen in Wissenserwerb und Wissensaustausch sowie in den Vorgehensweisen von Lehre und Forschung folgen können); (3) mit Blick auf die Relevanz für prinzipielle Probleme der Wissenschaftsforschung und für spezielle Interessen an den Entwicklungsmöglichkeiten der Geisteswissenschaften (welche Arbeitsformen prägen die Praxis der Geisteswissenschaften, wie können sie – durch ICT gestützt – weiter entwickelt und optimiert werden; welche Bedingungen und Zielvorgaben ergeben sich dabei aus aktuellen Konstellationen der Wissenschaftspolitik und Forschungsförderung?).

Unter diesen Aspekten wurde im Förderungszeitraum 2001-2007 für die DFG-Forschergruppe ‚Narratologie’ an der Universität Hamburg ein (groupware-basiertes) Modell für netzgestützte In­nen- und Außenkommunikation zum Ausbau kooperativer Forschungspraxis entwickelt: der Sys­temkomplex e-Port/NarrPort. Dieses Projekt (mit seinen komplexen inhaltlichen und organisatori­schen Prozessen von Konzeption, Realisation und Evaluation zu netzgestützter geisteswissen­schaftlicher Arbeit) sowie die Ergebnisse einer kontinuierlichen Reflexion der Praxis von e-Port/­NarrPort werden in mehreren Schritten vorgestellt:
(1) in einer Bilanz zu den um das Jahr 2000 nutzbaren Anwendungsmöglichkeiten der digitalen Informations- und Kommunikationstechnologie in kooperativer Forschung (e-Science) und netzgestützter Lehre (e-Learning);
(2) in einer problemorientierten Beschreibung des für die Bedürfnisse von Geisteswissen­schaftler/innen modellierten Systemkomplexes und seiner Leistungen für die Arbeitspraxis in der Forschergruppe 'Narratologie';
(3) in einer Skizze zu den personellen und institutionellen Voraussetzungen für die Realisation des Konzepts e-Port unter den Aspekten von Organisation, Aufbau und Betrieb des Sys­temkomplexes e-Port/NarrPort;
(4) in der detaillierten Beschreibung der (für die geisteswissenschaftliche Praxis in Forschung und Lehre) entwickelten Systemkomponenten und -module;
(5) in der Auswertung der Erfahrungen aus der Anwendung des Konzepts e-Port in der geistes­wissenschaftlichen Forschungspraxis (auch hinausgehend über die Forschergruppe ‚Narra­tologie’) und der erweiternden Nutzung im e-Learning-Bereich;
(6) in einer ersten Bilanz zu möglichen Veränderungen in kommunikativen und kooperativen Verhaltensweisen von Geisteswissenschaftler/innen und zu prinzipiellen Perspektiven für den Aufbau einer „Cyberinfrastructure for Humanisties and Social Sciences“.

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